Mittwoch, 28. Mai 2008

Time to say goodbye

Heute ist es soweit - die 4 Monate Italien sind vorbei. Die Sachen sind gepackt, die Wohnung geputzt und wir haben uns von allen verabschiedet. Jetzt werden wir noch die Schlüssel abgeben und dann gehts ab in die geliebte Heimat. Zusammenfassend kann ich sagen, dass es eine tolle Erfahrung war und ich viele neue Leute aus der ganzen Welt kennengelernt habe. Wenn ihr also einmal die Chance haben solltet, ein Auslandssemester zu absolvieren: go for it! :)

Freitag, 23. Mai 2008

L'ultima cena or the last supper

Da wir ja nun wirklich nicht mehr lange hier sind, haben wir beschlossen, heute noch einmal ein nettes Abendessen mit ein paar liebgewonnenen Freunden zu genießen. Wir waren insgesamt sieben Personen und zwar die zwei Schwedinnen Nina und Camilla, „the Mexican couple“ Astrid und José Luis, Grace aus Hong Kong, Katrin und ich. Da wir von einem guten Italiener namens "Piccola Amalfi" hier in der Nähe hörten, wollten wir diesen auch ausprobieren. Gottseidank waren wir relativ früh dort, denn wie sich später herausstellte, stand eine ziemliche Schlange draußen vor dem Restaurant als wir wieder gingen. Es war wirklich ein netter kleiner Italiener und die Speisen sahen alle vorzüglich aus. Ich aß dieses Mal das „Risotto primavera“ – was wirklich spitze war und als Nachspeise ein „Gelato affogato“ (Eis mit Kaffee). Der Abend war sehr gemütlich und lustig und natürlich wurden wieder einige Bilder geschossen, die dann später folgen werden. Ich denke, ich habe hier einige Freunde gefunden, mit denen ich auch in Kontakt bleiben werde und die ich ja dann in näherer Zukunft alle besuchen kann. Endgültig verabschieden mussten wir uns heute noch nicht, weil wir uns ja doch noch sehen werden in den nächsten vier Tagen. Jedenfalls werde ich das italienische Essen schon irgendwie vermissen (besonders mein geliebtes Eis)!


Diese Woche habe ich 2 Klausuren, eine Präsentation, eine mündliche "Prüfung" und ein Assignment hinter mich gebracht. Also fehlt jetzt nur mehr eine Prüfung am Dienstag - die letzte für dieses Semester!!

Lage: 4!

Samstag, 17. Mai 2008

Antikes Rom

Die zweite Nacht verlief gottseidank relativ ruhig, so konnten wir ein bisschen mehr Schlaf bekommen als die Nacht davor. Nach dem Frühstück verstauten wir unser Gepäck noch bei der Rezeption und gingen zu Fuß zum Kolosseum. Davor kamen wir noch bei den Kirchen Santa Maria Maggiore und S. Pietro in Vincoli vorbei. Die erste war leider abgesperrt und die zweite nicht sehr spektakulär. Überraschenderweise war auch dies nur mehr oder weniger ein Spaziergang – die Karte, die wir besaßen war nicht sehr realistisch, was die Distanzen angeht. Das imposante Kolosseum sah man schon von weitem und wir stellten uns gleich in die Schlange. Heute haben wir es mit dem Wetter besser erwischt, es war ziemlich warm. Nach einer guten halben Stunde anstehen, konnten wir hinein. Wir arbeiteten uns von oben nach unten durch – auch eine Ausstellung war inkludiert. Das Kolosseum ist wirklich eines der Highlights in Rom und absolut sehenswert – die Fotos vermitteln euch hoffentlich einen guten Einblick.


Der Konstantinsbogen befindet sich gleich nebenan und ist ebenfalls sehr spektakulär. Anschließend stand das Forum Romanum auf dem Programm, wo wir gottseidank nicht mehr anstehen mussten, da der Eintritt beim Kolosseum inkludiert war. Die Grünflächen mit den hohen Bäumen und den Ruinen beeindruckte mich sehr und wir verbrachten einige Zeit dort. Das Haus von Augustus befindet sich ebenfalls dort, die Wartezeit für die einzigen noch vorhandenen Zimmer war leider verschwendete Zeit, da es nicht viel zu sehen gab ,aber egal. Wir waren eh schon ziemlich erledigt – obwohl es erst kurz nach Mittag war. Aber auch heute waren wir mit dem Programm schneller durch als erwartet. Wir sahen uns noch den Zirkus Maximus an, der eigentlich nur noch aus einer riesigen Wiese mit einigen Stiegen mittendrin besteht. Danach fuhren wir mit der U-Bahn wieder zum Hauptbahnhof und holten unser Gepäck beim Hostel. Nach einem gemütlichen Kaffee in der Nähe des Bahnhofs und anschließend noch einem Eis, verging der Nachmittag recht gemütlich und um ca. 17:30 Uhr fuhren wir wieder mit der U-Bahn zur Endstation. Dort schlenderten wir noch auf dem Markt etwas herum und kurz bevor wir in den Bus zum Flughafen einsteigen wollten, passierte beinahe noch etwas. Ich hörte auf einmal einen Schrei hinter mir und als ich mich umdrehte, sah ich, dass jemand Andreas Geldtasche klauen wollte. Ein Junge rempelte sie auf der Treppe an und dann bemerkte sie eine fremde Hand an ihrer Tasche. Gottseidank war diese geschlossen und sie merkte es auch gleich und schrie. Das trieb die beiden in die Flucht. Nach diesem Schock waren wir froh, dass wir in den Bus einsteigen konnten. Dieser brachte uns zum Flughafen und dort setzten wir uns in die Nähe des Gates.


Leider hatten wir einige Verspätung und der Flug war mehr als unangenehm. Schon von Beginn an gab es Turbulenzen aufgrund des Wetters. Das hielt auch den gesamten Flug an, der aber gottseidank nur eine Stunde dauerte. Da wir wieder Zeit aufholten, kamen wir bei regnerischem Wetter um ca. halb 10 Uhr abends an. Jetzt mussten wir nur noch die einstündige Autofahrt hinter uns bringen und um 23:00 Uhr konnten wir endlich todmüde ins Bett fallen.Alles in allem hat mir Rom sehr gut gefallen und ich bin froh, dass ich dort war!

Lage: 10!

Freitag, 16. Mai 2008

Vatikan & Rome in general

Nach einer ziemlich lauten und unruhigen Nacht standen wir nicht sehr ausgeruht um 8 Uhr auf und nahmen unser Frühstück ein. Danach machten wir uns auf zum Vatikan. Leider erwischten wir genau die Rush-Hour (und das um halb 10 Uhr vormittags) – und so konnten wir erst in die 4. U-Bahn einsteigen. Von Platz zum Stehen konnte allerdings nicht die Rede sein. Wir liefen dann den Menschenmassen nach zum Vatikan und machten uns anfangs noch lustig darüber, warum denn alle in dieser wahnsinnslangen Schlange anstehen. Wir entschlossen uns nämlich nicht in die Vatikanischen Museen zu gehen, da man da wirklich lange anstehen muss (die befanden sich allerdings wo anders). Um die Sixtinische Kapelle tat es uns wirklich leid, aber das ging sich einfach nicht aus. Nach einiger Zeit erschlich uns die Ahnung, dass die Schlange vielleicht für die Basilika sein könnte und nach dem wir nachfragten, bewahrheitete sich dies leider. Gottseidank ging es wirklich schnell voran und nach ca. 45 Minuten waren wir dann im Petersdom drin. Der Platz und der Dom sind wirklich sehenswert – leider war uns das Wetter nicht sehr gnädig. Es war eigentlich ziemlich kalt und windig.


Da wir dieses Programm also schon mittags absolviert hatten, machten wir uns auf den Weg zu einem Rundgang. Wir wollten alles zu Fuß erledigen, was wir am Abend dann büßen mussten. Wir gingen zuerst zum Castel del Angelo und der dazugehörigen Engelsbrücke. Dort fanden leider gerade irgendwelche Aufbauarbeiten für ein Konzert statt. Der Eintritt zum Museum war uns zu teuer, also liefen wir nur drum herum. Anschließend genossen wir einen Kaffee in einem kleinen typischen Laden. Weiter gings zum Piazza del Popolo mit den Zwillingskirchen. Auch dort wurde gerade alles für irgendeine Festivität vorbereitet – Polizisten aus allen Herrenländern waren vor Ort. Wir schauten uns eine der nahezu identischen Kirchen an und gingen anschließend auf die Anhöhe hinauf um den Blick über Rom zu genießen. Nach ca. 20 Minuten Gehzeit kamen wir wieder zur Spanischen Treppe – dieses Mal bei Tageslicht. Spektakulärer war es allerdings wirklich am Abend – aber die Menschenmengen waren die gleichen. Wir setzten unsere Tour fort und als nächstes stand der Fontana di Trevi an. Ein wirklich beeindruckender Brunnen, der allerdings durch die viel zu vielen Menschen etwas von seiner Pracht verliert. Wir aßen dort ein obligatorisches Gelato und warfen natürlichen – wie es der Aberglaube verlangt – ein Geldstück in den Brunnen. Anschließend erklommen wir den nächsten der „sieben Hügel Roms“ (angeblich den höchsten) und landeten beim Piazza del Quirinale. Dort befindet sich ein Palast (der Sitz des Staatspräsidenten), ein Platz mit Brunnen und Obelisk und auch eine Kirche und ein Park. Das letzte Ziel des Tages war der Piazza della Repubblica mit dem Najadenbrunnen, der allerdings durch den vielen Verkehr ebenfalls etwas von seiner Schönheit lassen musste. Ziemlich erschöpft kamen wir dann gegen Abend im Hostel an und ruhten uns kurz aus, bevor wir uns aufmachten um Essen zu gehen.

Natürlich musste es ein typischer Italiener sein und da mussten wir auch nicht lange suchen. Ich aß dort die dünnste Pizza meines bisherigen Lebens – wirklich nur einige Millimeter dick und sehr sehr gut. Der Kellner hatte anscheinend einen Narren an uns gefressen und sprach die ganze Zeit mit und – auf Italienisch, Englisch und Deutsch. Außerdem redete uns ein Amerikaner an, der bei der Navy ist und drei Jahre in Neapel verbringt. Er wollte uns wohl dazu überreden mit ihm durch die Clubs zu ziehen, aber als er hörte, dass wir aus Österreich sind und wohl nicht so sehr auf das Militär stehen, wie vielleicht manche andere Nationen, unterhielt er uns nur ein Weilchen mit uns. Er war überrascht, dass wir „so gut“ Englisch reden konnten. Der Abend verlief also sehr gemütlich und endete aufgrund der Fußschmerzen auch relativ früh im Hostel.

Donnerstag, 15. Mai 2008

Rom - we're coming!

Heute 15:00 Uhr ging die Reise in die Hauptstadt los. Andrea kam vorbei uns wir drei Österreicherinnen machten uns auf den Weg zum Flughafen. Nach einer guten Stunde Fahrt stellten wir das Auto am Flughafen ab und begaben uns zum Gate. So ein Web-Check-In hat zwar seine Vorteile, aber Wartezeiten hatten wir trotzdem immer noch genügend. Der Flug verlief problemlos und wir kamen um 18:30 in Rom an. Wir erwischten gleich den ersten Bus zur U-Bahn und fuhren anschließend weiter mit dieser zum Hauptbahnhof. Dort verließen wir das Gebäude und mussten erst einmal unser Hostel finden. Wir wollten sofort wieder weiter und uns die Spanische Treppe bei abendlichem Flair ansehen. Nach 10 Minuten hatten wir das Hostel auch gefunden – oder sollte ich eher sagen: den Hostelkomplex? In der ganzen Straße gab es bestimmt an die 50-100 Hostels und alleine in unserem Gebäude gab es auf jedem Stock drei Eingänge zu jeweils verschiedenen Hostels – relativ komisch… :)

Aus dem gebuchten 6-Bett-Zimmer wurde dann gottseidank ein 4-Bett-Zimmer, das uns dreien für die nächsten zwei Nächte allerdings alleine gehören sollte. Bis auf die Klos am Gang hat es eigentlich ganz gut gepasst. Wir schmissen also unser Zeug ins Zimmer und fuhren schnell mit der U-Bahn zur Station Spagna. Von einer Italienerin erfuhren wir, dass die mikrigen zwei U-Bahn-Linien in Rom nur bis 10 Uhr fahren.

Lang blieb uns also nicht Zeit – aber die Atmosphäre am Piazza di Spagna war wirklich beeindruckend. Die Stiege war zwar komplett überfüllt, wir fanden aber nach einem kurzen Abstecher in die Kirche (Trinità dei Monti) trotzdem noch einen Platz zum Sitzen. Wir wurden auch gleich von allen Seiten von den unterschiedlichsten Leuten angesprochen – also ein guter Platz zum Leute kennenlernen. Nach einer Weile war es auch schon wieder fast 10 Uhr und wir machten uns auf den Weg zur U-Bahn. Zuerst liefen wir leider ein gutes Stück in die falsche Richtung (komisch kam es uns schon vor, dass wir die einzigen Menschen dort waren *g*) – das sollte allerdings so gut wie das einzige Mal sein, dass wir uns verliefen. Die letzte Bahn erwischten wir gerade noch so und somit war der erste Abend in Rom auch schon wieder beendet.

Sonntag, 11. Mai 2008

Sonne, Park & Eis essen

Das Wochenende ist wieder vorbei und da es jetzt endlich schön wird hier in Castellanza, habe ich einige Zeit damit verbracht, mit Andrea im Park zu liegen und die Sonne zu genießen. Unter der Woche ist nicht viel Aufregendes passiert - außer einigen anstrengenden Vorlesungen... Samstag, Sonntag hatte ich sozusagen sturmfrei, da Katrin mit einigen anderen für zwei Tage weggefahren ist. Ich habe die Zeit also hauptsächlich mit Andrea verbracht. Außerdem musste ein Assignment erledigt werden. Somit fehlen jetzt nur noch ein Assignment, 2 Präsentationen und 3 Klausuren, die in den nächsten 2,5 Wochen stattfinden werden. In der Sonne kann es hier schon ziemlich heiß werden und auch in der Nacht ist es nicht sehr angenehm zum Schlafen. Am Samstag erlebte ich mein erstes Wärmegewitter hier. Heute war es leider eher bewölkt, aber die Temperaturen sind trotzdem angenehm. Am Donnerstag gehts ab nach Rom - ich werde mich also am Sonntag wieder melden (hoffentlich mit vielen Bildern)! Bis dahin alles Liebe!

Lage: 16

Montag, 5. Mai 2008

Back in Castellanza – Countdown läuft

Hallo Leute,

sorry, dass ich mich schon so lange nicht mehr gemeldet habe. Aber nachdem ich am Dienstag, den 27.4.08 noch eine ziemlich blöde Zwischenklausur hinter mich gebracht hatte, bin ich am Mittwoch in der Früh mit dem Zug losgefahren nach Hause. Katrin hat mich um halb 8 zum Bahnhof gebracht und ich bin dann nach Mailand, von dort mit der U-Bahn zum Hauptbahnhof und dann weiter nach Jenbach. Meine Verkühlung, die ich bis dahin mit mir herumschleppte, konnte ich gottseidank zu Hause auskurieren. Außerdem verbrachte ich meinen Geburtstag und einige schöne Tage mit meinen Liebsten. Auf diesem Wege möchte ich mich noch einmal bei meinem Freund und allen anderen Beteiligten für meine nette Geburtstagsüberraschung bedanken. Die Zeit zu Hause verging leider viel zu schnell und gestern, am 4.4.08, bin ich um 1 Uhr mittags wieder von Jenbach abgefahren. Leider hatte ich mich einige Tage zuvor schon wieder verkühlt und musste nun zum zweiten Mal eine anstrengende Reise mit dem Zug überstehen. Ich hatte mir nicht unbedingt den besten Tag zum Reisen ausgesucht, weil natürlich alle von ihren Kurztrips wieder nach Hause zurückgekehrt sind. Beim ersten Zug fehlte einfach ein Waggon, was ziemliche Probleme mit den Reservierungen hervorrief. Nach langen vier Stunden musste ich in Verona umsteigen, wo der Anschlusszug leider eine halbe Stunde Verspätung hatte. Ich hatte auch keine Reservierung mehr und der Zug war mehr als voll. Ungefähr genauso viele wie gesessen sind, sind auch gestanden (ich unter den Glücklichen). Bei jeder Haltestelle stiegen noch mehr Menschen ein und ich fühlte mich wirklich wie in einer Sardinenbüchse. Nach diesen anstrengenden 1,5 Stunden beeilte ich mich zur U-Bahn um den Zug nach Castellanza noch zu erreichen. Es ging sich gottseidank alles aus und ich musste dann nur noch meinen Koffer zur Wohnung ziehen. Meine Verkühlung ist natürlich schlimmer geworden und momentan fühle ich mich ziemlich angeschlagen. Ich hoffe, dass das bald wieder vergeht. Zu Hause habe ich ja einiges für die Uni geschafft, aber vieles ist noch offen. Die nächsten drei Wochen werden also noch etwas anstrengend werden, aber dann ist dieses Semester auch geschafft.

Lage: 22

Freitag, 18. April 2008

Eishockey & Kladdkaka

Diese Woche ist wieder einmal nicht wirklich viel passiert. Das Wetter war schlecht (es hat fast täglich geregnet) und außerdem war jeden Tag Uni angesagt. Am Donnerstag hatten wir eine weitere Firmenpräsentation: und zwar Lagostina (italienische Küchenware). Ich bin mir sicher, dass einige von euch das Männchen aus den früheren Werbespots aus dem Fernsehen kennen. Auf youtube gibt’s zahlreiche Videos davon – wirklich witzig. Den heutigen Nachmittag habe ich damit verbracht, vier Stunden in einer Vorlesung zu sitzen und zahlreichen Präsentationen zu lauschen. Ich habe meine Präsentation gut hinter mich gebracht und muss für diese Vorlesung (Italian Society) jetzt nur mehr ein 10-seitiges Paper schreiben.
Heute Abend kam dann, wie schon am Montag, Camilla (SWE) vorbei um ein Eishockeyspiel ihres Lieblingsteams zu sehen. Nach dem Spiel am Mittwoch stand es 3 zu 2 für das gegnerische Team und heute sollte eben ihr Team gewinnen, damit am Sonntag dann das finale Spiel stattfinden kann. Wir haben uns dann zuerst mal eine Pizza bestellt und diese während des ersten Drittels gegessen. In der Pause vor dem letzten Drittel hat Camilla dann einen Kladdkaka (sticky chocolate cake) für uns gebacken. Meiner Meinung war er wirklich gut, nur etwas süß. Aber nett, wenn jemand einen Kuchen für uns bäckt. :) Leider endete das Spiel nicht ganz so wie erwartet. Nach dem 3 zu 3 kam dann die Verlängerung mit dem golden goal. Camillas Mannschaft verlor, was sie doch ziemlich aufregte, da sie „ein bisschen fanatisch“ ist. Fluchen auf Schwedisch klingt ganz gut. :)


Zum Schluss noch eine kleine Aufheiterung in Form eines Videos:
http://www.infonegocio.com/xeron/bruno/italy.html

Morgen werden wir in den Nachbarort, nach Legnano, fahren. Dort gibt es ein Einkaufszentrum und relativ viele Lokale zum Mittagessen. Sonntag und Montag wird dann wohl eine Lernsession eingelegt, da wir am Dienstag eine Zwischenklausur schreiben. Mittwoch Vormittag geht es für mich dann ab nach Hause – wir sehen uns!

Samstag, 12. April 2008

Dinner beim Italiener

Heute Abend wollten wir endlich einmal den Italiener in unserer Straße austesten. Das Lokal heißt L’Espresso und es handelt sich dabei um einen Familienbetrieb. Da wir von anderen Erasmus-Studenten hörten, dass es dort gut sein soll, machten wir uns um halb acht auf den Weg dort hin. Wir waren leider nur zu zweit, da die Ungarn kurzfristig abgesagt haben. Katrin und ich waren so ziemlich die ersten dort und bekamen gleich einen Tisch zugewiesen. Ich bin mir jetzt sicher, dass auf dieser Speisekarte ziemlich viele Köstlichkeiten zu finden gewesen wären, die sich allerdings leider alle hinter komischen italienischen Wörtern versteckten (das Wörterbuch ist leider zu Hause geblieben). Katrin entschied sich für eine Pizza mit frischem Thunfisch und entdeckte, dass der Dosenthunfisch doch besser schmeckt. :) Ich wollte eigentlich keine Pizza essen und da ich bei den Fischspezialitäten die Hälfte nicht verstanden haben, habe ich mich für Penne Aum Aum entschieden – warum das Gericht so heißt, weiß ich auch nicht. Es handelt sich dabei nur um Nudeln mit Melanzani, Tomaten, Mozzarella und Basilikum. Die Portion war riesig und ich musste natürlich wieder passen. Ich staunte nicht schlecht, als ich sah, was die anderen Gäste so verdrückten. Einer aß tatsächlich einen riesen Nudelteller als Vorspeise und eine Pizza danach. Die Mägen der Italiener müssen einfach riesig sein. Wir sahen außerdem ununterbrochen Kellner mit köstlich aussehenden Speisen vorbeigehen – Austern, halbe Hummer, irgendetwas in einem Muschelteller… :) Das Lokal scheint also ziemlich beliebt zu sein, sie haben auch einen Steinofen-Pizzabäcker – so wie früher in Fügen beim Alpina! Als Nachspeise gönnten wir uns dann ein Eis – ich mit Erdbeeren und Katrin mit Kaffee. Eis konnte man das zwar nicht wirklich nennen, war mehr eine Creme – aber ausgezeichnet.

Der Abend war also durchaus gelungen und wenn es die Zeit zulässt, werden wir dort vielleicht noch einmal vorbeischauen!! Leider war der Fotoapparat nicht dabei, deshalb gibts heute auch keine Fotos!

Freitag, 11. April 2008

Kleines Wochenupdate

Diese Woche ist nicht wirklich viel passiert, deswegen habe ich auch keinen Eintrag verfasst. Hier eine kurze Zusammenfassung: Am Sonntag kam, wie bereits erwähnt, Grace (Hong Kong) zu uns um den Nachmittag mit uns zu verbringen. Zuerst ließ sie sich von Katrin zeigen, wie man einen Kartoffelsalat macht (da sie so fanatisch danach ist). Grace brachte die Kartoffeln mit und Zwiebel borgten wir uns von Lilla (Ungarn). Anschließend war unsere Chinesin ganz begeistert von dem Ergebnis und wir aßen gleich die Hälfte auf. Danach half ich ihr mit ihrer Italienisch-Präsentation. Ich persönlich finde es ja wirklich grausam, dass eine Chinesin Italienisch lernen soll, wo sie ja keine „R“ aussprechen kann. Aber lustig zum Zuhören… :) Das Ergebnis war dann ein zweiseitiges Skript mit englischen, italienischen und chinesischen Wörtern bzw. Zeichen. Hat ganz gut ausgesehen… Nachdem sie sich 1000x bei uns für die Hilfe bedankte, verließ sie uns wieder.

Die ganze Woche verlief eigentlich ziemlich ruhig. Seit Mittwoch ist das Wetter wirklich ausgesprochen schlecht, es regnet praktisch durch. Also habe ich heute meinen Mailand-Trip wieder abgeblasen. Die Wärme meines Zimmers habe ich dann doch der Nässe draußen vorgezogen. Ich wollte eigentlich mein Zugticket nach Hause kaufen, aber das werde ich jetzt wohl verschieben, oder erst am Tag der Abreise erledigen. Übrigens habe ich am Mittwoch das Ergebnis meiner Italienisch-Klausur erfahren bzw. handelt es sich dabei um die Semesternote. Es sind 29 von 30 Punkten – also die ersten zwei Credits wären somit schon mal erledigt. Hier in Italien bekommt man keine Noten, sondern nur eine Punkteanzahl zwischen 18 und 30. Das Ganze wird dann anscheinend in Österreich auf Noten umgerechnet. Ansonsten war neben Vorlesungen nicht wirklich viel los.

Ich muss hier jetzt noch einmal erwähnen, wie liebenswert unsere Nachbarin doch ist. Uns ist es ja schon wirklich zu blöd, dass wir beinahe jeden Tag bei ihr läuten, aber anscheinend liegt irgendein Problem mit dem Internet vor. Der Router muss so ziemlich jeden Tag neugestartet werden. Gestern hat sie uns dann hereingebeten, obwohl ihr Verlobter mit seiner Tochter hier war und alle gerade beim Abendessen waren (um halb 9 abends). Ihr Verlobter kannte sich gottseidank etwas besser aus und er zeigte ihr endlich, welchen Stecker sie herausziehen muss um den Router neuzustarten. :) Sie ist wirklich hilfsbereit und sehr um uns bemüht!

Da es gerade in Strömen regnet, werde ich den Nachmittag wohl im Bett verbringen und nichts tun! Fürs Wochenende steht einiges an Arbeit für die Uni an – Assignments, Präsentationen… Morgen abends werden wir vielleicht in ein italienisches Lokal gehen und am Sonntag gibt’s dann Hamburger a là Katrin (handgemacht versteht sich).

Bis dann!

Samstag, 5. April 2008

Mailand, der Dom und ein richtiges Abendessen

Heute, Samstag, war ein Ausflug nach Mailand geplant, um Andreas Freundin, die gerade aus Wien zu Besuch war, die Stadt zu zeigen. Wir vier Österreicherinnen trafen uns am Bahnhof und fuhren gemeinsam mit dem Zug los. Unten angekommen zeigten wir Daniela das Castello, den Park, den Dom und die Scala. Katrin und ich machten einen kurzen Abstecher und sahen uns endlich einmal den Dom von oben an. Nachdem wir innen noch eine Kerze entzündeten, bezahlten wir 5 Euro um die viertgrößte Kirche der Welt (bezogen auf den Grundriss) zu besteigen. Die rund 150 Stufen waren ein gutes Training und wir sparten uns zwei Euro für den Lift. :) Da der Tag wirklich wunderschön und wolkenfrei war, hatten wir eine einmalige Aussicht über ganz Mailand. Auf den Fotos könnt ihr euch das Dach des 106 Meter hohen Doms ansehen. Wieder heil unten angekommen, stiegen wir in die U-Bahn ein und fuhren nach San Agostino, wo wöchentlich ein großer Markt abgehalten wird. Es war wirklich wahnsinnig überfüllt und man konnte so gut wie gar nicht stehen bleiben, weil man einfach mit dem Strom mitgerissen wurde. Trotzdem erbeutete ich ein gelbes Paar Ballerinas um 10 Euro. Nach etwa einer halben Stunde machten wir uns wieder auf zum Domplatz und versuchten da unser Glück in einigen Geschäften. Da es am Wochenende aber wirklich nicht empfehlenswert ist, in Mailand shoppen zu gehen, gingen wir ein Eis essen und schlenderten dann wieder zum Bahnhof um die Heimreise anzutreten.

Zwei, drei gemütliche Stunden zu Hause und wir waren wieder erholt von dem Tag und freuten uns schon auf ein entspanntes Abendessen in einem amerikanischen Steakhouse namens Roadhouse. Da man hier in Italien ja nicht unbedingt ständig richtiges Fleisch zu essen bekommt, erwarteten wir uns natürlich sehr viel – und wir wurden auch nicht enttäuscht. Zuerst holten wir Grace (Hong Kong) vom Campus ab, da sie uns zwei begleitete. Wir hatten ziemliches Glück, dass wir relativ früh dran waren, denn ich denke, dass wir so ziemlich einen der letzten Tische ergatterten (ohne Reservierung versteht sich). Eine halbe Stunde später sahen wir, wie beliebt das Restaurant ist, denn die Gäste standen schon fast bei der Tür hinaus und warteten ruhig, bis einer der Tische frei wurde. Wir ließen uns derweilen die Appetitanreger am Tisch schmecken (Erdnüsse und Nachos) und bestellten unser Essen. Die Bilder könnt ihr euch im Album ansehen. Ich nahm ein halbes Hühnchen und bin dann draufgekommen, dass ich nicht weiß, wie man ein halbes Hühnchen eigentlich isst. :) Naja, ich schaffte sowieso nicht einmal die Hälfte – dafür war ich danach nicht sooo voll wie die anderen beiden. *g* Zum Nachtisch gabs noch einen Latte Macchiato und danach waren wir so freundlich und überließen unseren Tisch den nächsten. War aber wirklich ein gelungener Abend.



Morgen kommt Grace bei uns vorbei um zu lernen, wie man Kartoffelsalat zubereitet. Mal sehen, wie sie sich dabei so anstellt! Wünsche euch noch ein schönes Restwochenende!

Mittwoch, 2. April 2008

Back in Castellanza & Company Visit

Die Osterferien sind vorbei uns seit Montag befinde ich mich nun wieder in Castellanza. Gestern fand bereits mein erstes Exam statt und zwar in „Italian Level 3“. Wir mussten eigentlich nur einen Text lesen, Fragen beantworten und Sätze bilden. Etwas verwundert hat mich, dass wir das Wörterbuch verwenden durften. Also es war nicht wirklich schwierig für mich. Somit wäre der erste Kurs nun abgeschlossen (leider gibt’s dafür auch nur 2 Credits). Die Note gibt’s dann nächste Woche.

Was mich besonders freut ist, dass wir gleich am ersten Abend zu unserer Nachbarin marschierten und sie uns sofort den Schlüssel für die Wireless-Verbindung in die Hand drückte. Wir verfügen jetzt also endlich über Internet in der Wohnung, was für mich eine riesen Erleichterung ist. Das einzig komische ist, dass es nicht immer 100%ig funktioniert. Ich habe zwar einen super Empfang und seltsamerweise funktioniert mein Skype einwandfrei und zwar den ganzen Tag. Aber alle übrigen Seiten funktionieren nur am späteren Abend. Ich verstehe das zwar nicht ganz, weil bei Katrin nämlich alles funktioniert und zwar zu jeder Tageszeit (bei ihr allerdings nur, wenn sie auf dem Bett liegt – aber das liegt daran, dass sie nicht so einen guten Empfang mit ihrem Laptop hat). Am Windows Vista kanns ja wohl auch nicht liegen, sonst würde ja gar nichts funktionieren. Also kann ich eben nur am Abend ins Internet – aber immerhin habe ich ja mein Skype. :)

Heute haben wir an einer Firmenbesichtigung teilgenommen. Es handelte sich dabei um eine Textilfabrik mit dem Namen Mantero Seta, die sich in Como befindet. Diese Firma produziert eigentlich nur Accessoires aus Seide (Krawatten, Schals…) für ziemlich bekannte Firmen wie Lacroix, Pucci, Ferragamo etc. und eben Stoffe aus denen später Kleidung gemacht wird. Wir durften keine Fotos machen, da wir die neue Kollektion für die nächsten zwei Jahre sehen durften. In der Fabrik selbst sahen wir zuerst wie der Herstellungsprozess vonstatten geht – viel verstanden habe ich leider nicht, da wir 60 Personen waren und es relativ laut dort war. Aber immerhin habe ichs gesehen. Danach sind wir dann in den Store gefahren, wo fertige Ware von oben erwähnten Marken verkauft wurde. Ich hätte zwar einige schöne Schals gesehen, wollte dann aber doch nicht so viel Geld dafür ausgeben. Für einen Schal der neuesten Kollektion bezahlt man dort zwischen 100 und 200 Euro – und das ist noch preisgesenkt. Naja, wir hatten dann noch etwas Zeit und gingen im Zentrum von Como einen Kaffee trinken, der hier übrigens wirklich saubillig ist.


Jetzt sitze ich gerade in meinem Zimmer und ärgere mich, dass das Internet wieder einmal nicht richtig funktioniert. Draußen geht ziiiiiemlich heftig der Wind – ich hoffe nicht, dass das Wetter umschlägt. Morgen habe ich meinen letzten Vorlesungstag und danach habe ich geschlagene fünf Tage frei (wenn man das so sagen kann). Vielleicht werde ich einmal anfangen die Essays zu schreiben, muss ja auch einmal erledigt werden. Am Samstag fahren wir nach Mailand auf den Markt und am Abend werden wir wahrscheinlich essen gehen. Ich habe übrigens vor ein paar Tagen beschlossen, dass ich den Toskana-Trip doch nicht machen werde, da mir der Ablauf nicht wirklich zusagt. Stattdessen werde ich meinen Geburtstag gemütlich zu Hause feiern und das ist ja schon in etwas mehr als drei Wochen. Ihr werdet mich also doch noch einmal früher sehen als geplant. Ich würde mich aber trotzdem freuen, wenn mich der eine oder die andere hier besuchen kommen würde.

Bis bald!

Dienstag, 18. März 2008

Auf nach Hause...

Hallo Leute,

wollte mir nur noch mal kurz melden, bevor es morgen nach Hause geht! Ich werde jetzt mein ganzes Zeug zusammenpacken, das ich hoffentlich alles tragen kann. Um 5 Uhr haben wir dann noch eine ziemlich anstrengende Vorlesung und morgen ebenfalls von 9 bis 13 Uhr. Wir werden allerdings um 12 Uhr starten, damit ich in Franzensfeste meinen Zug erwische!

Katrin ist gerade dabei, zwei neue Reifen für ihr Auto montieren zu lassen - dann sollte ja morgen nichts mehr schief gehen!!

Wir sehen uns also bald zu Hause und allen anderen schöne Osterferien, wo auch immer ihr gerade seid!!

Lg

Sonntag, 16. März 2008

Foxtown - Shoppen in der Schweiz

Die Leidenschaft einer jeden Frau – shoppen… Wenn es sich dabei noch um ein Outlet-Center handelt, das über sämtliche teuren Marken verfügt, die zwischen 30 und 70 % preisgesenkt sind – was will man mehr. Der Tag sollte allerdings nicht ganz ohne Pannen bzw. Unvorhergesehenes über die Bühne gehen…

Mit Ausschlafen war’s mal wieder nichts, denn die Kirchenglocken weckten mich bereits um 6 Uhr, dann um 8 und um 9 bin ich dann doch aufgestanden, weil sie mir zu lästig wurden. Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir um 12 Uhr Grace (Hong Kong) und Camilla (SE) abholen. Der Weg zum Outlet-Center ließ sich leicht finden, leider mussten wir allerdings an der Schweizer Grenze 30 Euro für eine Jahresvignette bezahlen, da es keine Tages- oder Wochenvignette gibt. Wir hätten vielleicht früher dran denken können, dass man wohl in der Schweiz auch etwas für die Benützung der Autobahn bezahlen muss. Rentiert hat sich’s nicht wirklich, da wir nur einige Kilometer fahren mussten bis wir beim Outlet angekommen waren. Müssen wir eben noch einmal dorthin, damit sich die Vignette auch auszahlt.


Uns erwartete ein 4-stöckiges Gebäude voller Top-Marken wie Armani, Gucci, Lacoste, Prada, Dior, Dolce & Gabbana… weiters Diesel, Pepe Jeans, Tommy Hilfiger, Puma, Lee, Replay… und viele mehr! Da wir nicht richtig wussten, wo wir denn mit unserer Shoppingtour beginnen sollten, starteten wir einfach im Puma-Shop. Dort fing es schon ganz gut an, ich kaufte mir nämlich gleich drei verbilligte T-Shirts. An der Kasse musste ich mich dann entscheiden, ob ich mit Schweizer Franken oder Euro bezahlen wollte (Bankomat) – eine weitere Sache, an die ich im Vorhinein keinen Gedanken verschwendete. Ich glaubte also der Verkäuferin, die mir riet mit Franken zu bezahlen – ich hoffe, sie hat mich nicht beschissen. :) Wir setzten also unseren Weg fort, der für mich dann leider nicht mehr ganz so erfolgreich war. Es blieb nämlich bei meinen drei Puma-Shirts. Es gab natürlich einige tolle Sachen, die ich mir hätte kaufen können, allerdings überstieg das meiste doch etwas mein Preisbudget. Zum Mittagessen genehmigten wir uns eine Pizza im Fox Grill und anschließen natürlich eine Portion Eis. Habe ich schon erwähnt, dass ich es komisch finde, dass man in Österreich pro Kugel Eis bezahlt und hier einfach nur für die Größe der Tüte?


Also gut, mit unserer Beute machten wir uns dann so gegen halb 6 auf nach Hause. Kauf waren wir an der Autobahnauffahrt angekommen, hörten wir so ein komisches Geräusch bei einem der hinteren Reifen. Wir blieben also sofort mitten auf der Sperrfläche und zwischen zwei Auffahrten stehen um nachzusehen. Und tatsächlich, wir hatten einen Platten hinten rechts. Vor zwei Tagen ging Katrin noch extra den Luftdruck messen und der Mann an der Tankstelle füllte ihr überall Luft nach. Gestern auf der Heimfahrt von Bormio hörten wir allerdings auch schon so komische Geräusche und der schlechte Zustand von Italiens Straßen (ja ich weiß, der Dativ ist dem Genitiv sein Tod) trug wohl auch noch seinen Teil dazu bei, dass der Reifen jetzt leider hinüber ist. Da keiner der sonst so freundlichen Italiener Anstalten machte uns zu helfen (sogar zwei Polizeiautos fuhren vorbei), mussten Katrin selbst ran und wechselte in nicht ganz ungefährlicher Position den Reifen. Ziemlich zum Schluss blieb dann doch noch ein sehr freundlicher älterer Herr stehen bzw. fuhr er ein paar Meter rückwärts um uns zu fragen ob wir alles im Griff hätten. Da war der Reifen allerdings schon gewechselt und er fuhr wieder weiter. Wir machten uns jetzt mit unserem Ersatzreifen auf nach Hause und hofften inbrünstig, dass sie uns nicht an der Grenze aufhalten würden. Nichts dergleichen passierte aber und wir konnten so bei Regen und Wetterleuchten unsere Heimreise antreten. Kurz vorm Ziel fing es dann zu guter Letzt noch an zu hageln, was unseren Shoppingausflug wunderschön abrundete. :) Der Tag verlief also nicht ganz reibungslos, aber wir werden uns dort trotzdem wieder blicken lassen – jetzt wo wir ja schon über die Vignette verfügen.

Wir hoffen jetzt bloß noch, dass uns einer der italienischen Studenten mit dem Reifen weiterhelfen kann. Da wir ja am Mittwoch nach Hause fahren und wir mit diesem Ersatzreifen eigentlich nicht so weit fahren sollten, hoffen wir, dass wir uns einen oder zwei Reifen ausleihen können. Ziemlich ärgerlich ist die Situation trotzdem, denn wenn Katrin ihre Sommerreifen jetzt hier kaufen muss, muss sie ebenfalls die Felgen kaufen, die sie eigentlich zu Hause hätte. Also wünscht uns Glück, dass uns jemand weiterhelfen kann!

Samstag, 15. März 2008

Bormio

Heute hieß es ziemlich früh aufstehen (5 Uhr), weil wir uns nämlich zu fünft auf nach Bormio machten um den letzten Riesentorlauf der Damen und den letzten Slalom der Herren zu sehen. Nach einigen wenigen Stunden Schlaf standen wir also um 6 Uhr früh auf dem Parkplatz des Studentenheims und holten dort Camilla (SE), Nina (SE) und Linda (NL) ab. Nach über drei Stunden Fahrt – die Strecke nach Bormio ist ziemlich ungewöhnlich und wir haben uns natürlich wieder einmal auf Italiens unübersichtlich beschilderten Straßen verfahren – kamen wir endlich an und machten uns auf ins Zentrum um unsere bereits bezahlten Tickets abzuholen. Das klappte alles ohne Probleme und so konnten wir uns auf zur Piste machen um den ersten Durchgang des Riesentorlaufs der Damen zu sehen. Das Erklimmen der Schipiste stellte sich als ziemliche Herausforderung an, da wir natürlich alle nicht über das geeignete Schuhwerk verfügten. Aber wie sich herausstellte, waren wie da nicht die einzigen. Endlich oben angekommen sahen wir uns den Durchgang an und stellten fest, dass dort erstens sehr wenig Stimmung herrschte und wir zweitens weder gut auf die Piste sahen noch eine Leinwand in der Nähe hatten. Nach dieser Runde machten Katrin und ich uns auf ins Zentrum um in der Zwischenzeit (bis das nächste Rennen begann) etwas trinken zu gehen. Die anderen drei Mädels blieben auf der Piste und sonnten sich dort im Gras. Wir setzten uns also ebenfalls in die Sonne und tranken einen Kaffee. Wir fühlten uns dort schon etwas heimeliger – erstens waren sehr viele österreichische Autos zu sehen, zweitens waren sehr viele deutschsprechende Menschen in der Gegend und drittens waren wir endlich wieder von unseren geliebten Bergen umgehen, die uns in letzter Zeit schon etwas abgegangen sind. Um ca. halb eins hörten wir, dass jetzt der zweite Durchgang des Herren-Slaloms begonnen hatten und dieses Mal stellten wir uns links vom Zielbereich hin, wo wir auf die einzige Leinwand und die Tafel mit den Zwischenzeiten sehen konnten. Hier gefiel es uns besser, da wir endlich auch die Zeiten der Läufer mitbekamen und außerdem herrschte im Zielbereich viel mehr Stimmung. Dort sahen wir uns beide zweiten Durchgänge an und wie sollte es auch anders sein, wenn wir schon einmal bei einem Rennen dabei sind: Österreich gewann sowohl den Herren- als auch den Damenbewerb. Leider klappte es nirgends mit der kleinen Kristallkugel, aber man kann ja nicht alles haben. Nach den Rennen trafen wir uns wieder mit den Mädels und sahen uns die Preisverteilungen an. Marlies Schild und Jens Byggmark liefen direkt an uns vorbei (wie aufregend… *g*) und die Milka-Promotion-Mädels versorgten uns brav mit genügend Schokolade. Auch Michael Walchhofer war vor Ort, der schlenderte uns nämlich gemütlich in der Stadt entgegen. Vor der Heimfahrt nahmen wir in einem Café noch eine kleine Stärkung zu uns und um ca. 3 Uhr ging‘s dann wieder los nach Hause. Dieses Mal fanden wir Gott sei Dank ohne Probleme zurück.


Der Tag war wirklich wunderschön, zumal wir uns landschaftstechnisch so nah der Heimat befanden und das Wetter wirklich super mitspielte. Der erste Sonnenbrand des Jahres blieb leider auch nicht aus und deshalb sehen wir jetzt mit unseren Brillenrändern im Gesicht alle etwas lädiert aus, aber das gehört dazu. Nach einer Portion Spaghetti Carbonara und einer warmen Dusche freue ich mich jetzt auf einen guten Film und mein Bett. Morgen heißt es zuerst ausschlafen und dann ab in die Schweiz zum Shoppen!!

Bis bald!

Freitag, 14. März 2008

Mein zweiter und letzter Marktbesuch

Da ich ja am Freitag meistens frei habe, habe ich mich heute gemütlich ausgeschlafen und mich nach dem Frühstück alleine zum Markt aufgemacht, um ein Schwarzbrot zu kaufen. Der Typ, der an diesem Stand verkauft, ist mir letztes Mal schon etwas suspekt vorgekommen, da er uns ja unbedingt seine Komplimente aussprechen musste, wie hübsch wir doch sind. Dieses Mal war er natürlich wieder da und fing wieder mit dem gleichen Gesülze an. Ich ging dann weiter und schlenderte so durch den Markt, bis mir auffiel, dass er mir nachgeht. Kurz bevor ich wieder gehen wollte, redete er mich von hinten an und stellte sich vor: Er sei Giovanni und möchte mit mir einen Kaffee trinken gehen. Vielleicht solltet ihr noch wissen, dass er sicher schon Mitte 30 ist. Ich sagte dann, ich müsste zur Uni und er dann, wir können doch mal eine Pizza essen gehen. Ich versuchte ihn mit allen möglichen Ausreden abzuwimmeln: Ich habe keine Zeit, ich habe einen Freund, ich fahre nach Hause, ich habe kein Handy. Leider nützte alles nichts und ich musste mir seine Telefonnummer geben lassen. Die Nummer landete leider im nächsten Mülleimer – das weiß er aber nicht und er wird mich auch sicher nicht wieder sehen. Einfach nur ärgerlich!!

Mittwoch, 12. März 2008

Kino auf Italienisch

Ich bin heute ganz gemütlich in meinem Zimmer gesessen und plötzlich läutet mein Handy. Spannend… Es war Lilla (Ungarn), die wissen wollte, ob Katrin und ich mit ihr und den zwei Italienern Cesare und Andrea, die hier für 6 Monate ihren Master machen, ins Kino gehen wollten. Wir sagten zu, sprangen noch schnell unter die Dusche und trafen uns dann um halb 8 mit Cesare. Nachdem wir noch kurz auf Andrea warteten, der immer noch auf der Uni war (braver Student), fuhren wir mit seinem Auto los nach Legnano (das ist die Nachbarstadt). Es stellte sich schnell heraus, dass wir uns hier in der Gegend besser auskennen als die beiden Italiener. Nach einigen Runden in so ziemlich jedem Kreisverkehr und einem Telefonat fanden wir schließlich das Kino (Multiplex), das sich innerhalb eines ziemlich großen Einkaufszentrums befindet. Legnano ist wirklich nett und dort ist viel mehr los als bei uns in Castellanza – dh. in Zukunft werden wir dort wohl öfter sein. Wir gingen also hinein uns suchten uns einen Film aus. Da ich so ziemlich die einzige war, die etwas anderes sehen wollte als die anderen, musste ich mich wohl oder übel der Mehrheit beugen und so gewann der Film mit dem vielversprechenden Namen „Rec“. Wir kauften uns also die Karten um 5 Euro – das System hier ist ähnlich wie bei uns im Cineplexx. Unter der Woche bezahlt man so um die 5 Euro und am Wochenende eben mehr. Da wir noch etwas Zeit hatten und die Jungs hungrig waren, statteten wir dem amerikanischen Lokal „Crazy Bull“ einen kurzen Besuch ab und aßen dort einen Burger. Das war wirklich ein netter Laden, der uns wahrscheinlich auch wieder sehen wird, so wie die zahlreichen Shops in diesem Gebäude. :) Aber zurück zum Film: So wie immer, wenn jemand anderes den Film für mich aussucht, war es leider auch diesmal ein kompletter Reinfall (erinnert ihr euch noch an „Bulletproof Monk“? – kommt ziemlich nahe dran). Für mich jedenfalls, die anderen schienen nicht so abgeneigt gewesen zu sein. Auf jeden Fall erinnerte mich dieser Streifen ziemlich an „Blair Witch Project“ – zumindest war es die gleiche Kameraführung. Das heißt also 1,5 Stunden lang kein klares, sondern ständig nur ein verwackeltes Bild. Man konnte deshalb zu keiner Zeit irgendetwas richtig erkennen. Es fing schon mal damit an, dass ich nicht mitbekam, dass der Film schon begonnen hat, da es für mich nach einer billigen Werbung aussah. Naja, jedenfalls ging es wieder einmal um Menschen, die sich langsam zu Zombies entwickelten. Der gesamte Film spielte sich in einem Gebäude ab, das samt Menschen (Bewohner des Hauses, Polizei, Feuerwehrleute, Filmteam) darin unter Quarantäne gestellt wurde. Das Ganze deshalb, weil ein Hund aus diesem Gebäude krank war und sich herausstellte, dass sein Blut irgendwie infiziert war – er wurde aggressiv und das hat sich natürlich auf die Menschen übertragen. Die Krankheit verbreitete sich natürlich rasend in dem Gebäude – immer, wenn jemand von einem Infizierten gebissen wurde. Am Schluss blieb keiner mehr übrig. Manche Szenen sind zwar für mich unverständlich geblieben (aufgrund der fremden Sprache, wie ich meine), aber ich wollte nicht nachfragen, da mich der Film ziemlich angeödet hat. Wenigstens hat er nicht lange gedauert und fürs Sprachtraining wars wohl auch nicht so schlecht. Ich habe erstaunlicherweise vieles verstanden.



Nächstes Mal werde hoffentlich ich den Film aussuchen, denn dann wird es sicher ein Hollywood Blockbuster werden. Die Jungs wollten uns zwar ständig eine italienische Komödie einreden, aber Lilla und Katrin befürchteten, dass sie die Jokes nicht verstehen. Die Auswahl an Filmen war gar nicht so schlecht. „Sweeney Todd“ wäre unter meinen Favoriten gewesen, aber auch die anderen haben nicht so schlecht geklungen. Also mal schauen, ob ich mir nochmal einen Film auf Italienisch geben werde!

Italienische Vorlesungen

Also manche Lektoren hier sind wirklich komisch. Ich habe zwar nicht so das Problem beim Verstehen, da die meisten ein relativ normales Englisch sprechen (bis auf einige native speaker – vor allem die aus Schottland; da frage ich mich regelmäßig, ob das schon Englisch ist, was die da reden…). Aber mit korrekter Rechtschreibung haben es nicht alle so. :) Ich spreche da jetzt eigentlich auf eine bestimmte Person an – meine Professorin in „Topics in Development Economics – Country Risk Management“. Sie ist noch relativ jung und daher ziemlich unerfahren. Sie gestaltet ihre zwei Stunden (zu bemerken wäre hier, dass sie unüblicherweise keine Pause macht) ziemlich langweilig. Das Gute ist: Sie schreibt beinahe alles vor. Das Schlechte ist: Erstens sollte sie an der Lesbarkeit ihres Schriftbildes arbeiten, zweitens sollte sie lernen englische Wörter richtig zu schreiben und drittens verwendet sie für alles Abkürzungen, die wirklich überhaupt nicht nachzuvollziehen sind. Sie merkt dann auch, dass fast keiner irgendetwas von ihrem Wirrwarr mitbekommen hat, aber sie versucht erst gar nicht, irgendetwas zu wiederholen. Stattdessen gibt sie uns eine Gruppenarbeit, die sowieso niemand lösen kann, weil keiner denn Stoff, oder geschweige denn die Aufgabenstellung verstanden hat. Wenn man sich dann mal kurz mit seinem Nachbarn unterhält, kommt gleich ein: „Hey Guys…“, das letztes Mal von einem Schotten mit einem lässigen „Take it easy“ an sie gewandt abgetan wurde. Also, es gibt wirklich einige Individuen hier unter den Professoren und ganz so leicht mit der Anwesenheit nehmen sie es auch nicht – ziemlich MCI-mäßig kommt es mir hier vor. Also man darf nur so und so viele Stunden fehlen, ansonsten kommt man nicht weiter… bla bla! Also nix mit schönem Unialltag, wo ich mir jeden Tag selber aussuchen kann, ob ich hingehe oder nicht. Das ist mir anscheinend nicht vergönnt. :) Die große Ausnahme bildet mein „Operational Research“ Lektor: Dem ist eigentlich so ziemlich alles egal. Ob man anwesend ist oder nicht spielt keine große Rolle, er sieht uns Erasmus-Studenten anders als seine italienischen. Und auf meine wiederholten Fragen, ob es denn ein Problem wäre, wenn ich da und da mal fehle, kommt immer nur: „6 points less in your exam“. Also der wenigstens der nimmt’s leicht. Ist halt doch ein Engineering-Typ.

Ansonsten war in letzter Zeit nicht sehr viel los. Morgen (Donnerstag) habe ich meine Italienisch-Präsentation und dann heißt es schon wieder drei Tage Wochenende. Am Freitag Abend wäre wieder ein Discobesuch in Mailand angesagt, auf den wir aber verzichten müssen, da wir am Samstag ziemlich früh nach Bormio aufbrechen. Der Sonntag wird dann dem Shopping gewidmet (an der Schweizer Grenze) und dann geht’s nach 2,5 Tagen Uni eh schon ab nach Hause!!

Ich wünsche euch allen ein schönes und erholsames Wochenende!

PS: Nur zur Info – hier in Castellanza studieren ca. 400 Studenten. Wir sind 71 Erasmus-Leute. Den Prozentsatz könnt ihr euch selbst errechnen. Aber anscheinend soll die Uni hier die zweitbeste in Italien für Finanzwissenschaften sein. Nur blöd, dass ich nicht auf diesem Gebiet zu Hause bin. :)

Samstag, 8. März 2008

Lunch @ Lillas‘

Heute ist Samstag und obwohl wir eigentlich vorgehabt haben, die restlichen Arbeiten für die Uni zu erledigen, haben wir beschlossen, die Einladung zum Lunch bei Lilla (Ungarn) anzunehmen. Am Vormittag haben wir also ausgeschlafen, sind dann Ostergeschenke (zum mit nach Hause Nehmen) kaufen gegangen und anschließend um 1 Uhr zu Lillas Wohnung. Dort erwartete uns ein Riesentopf (auf dem Foto war der Topf nicht mehr ganz so groß) Paprikagulasch, ein Topf Risotto und Schweinefleisch. Zuerst warteten wir ziemlich lange, bis Lillas Mitbewohner Peter (Ungarn) vom Bahnhof zurückkommt, da er drei seiner Studienkollegen dort abholen sollte. Er absolviert sein Auslandssemester nämlich auf einer Uni in Mailand und wohnt jetzt mit unserer Lilla zusammen hier in Castellanza. Auf jeden Fall kam er ohne Begleitung wieder zurück und wir genossen zu fünft das Mittagessen. Er versuchte sein Glück dann noch ein zweites Mal und diesmal kam er mit den drei aus Singapur zurück (sie haben den Ausstieg verpasst). Wir saßen noch einige Zeit gemütlich beisammen und redeten wieder einmal über Studium, Wohnungssituation und Städtereisen. Ich habe heute erfahren, dass in der Mailänder Scala noch ca. eine Woche Romeo & Giulietta läuft und man die Tickets für ca. 10 Euro bekommen kann (nur muss man zuerst um 3 dort sein, dann um halb 7 und dann kurz vor der Vorstellung oder so ähnlich…). Ich muss das Stück unbedingt sehen und ich hoffe, dass sich das noch ausgeht nächste Woche. Wir fahren ja am Samstag nach Bormio um uns die Schirennen anzusehen und deswegen wird wohl nur der Sonntag übrig bleiben. Obwohl wir da eigentlich in ein Schweizer Outletcenter (Foxtown) fahren wollten, das nicht weit von hier entfernt liegt. Aber das läuft uns ja nicht davon.


Apropos, gestern Abend haben wir (Österreich-Connection: Andrea, Katrin und ich) einen Flug nach Rom gebucht. Los geht’s am 15. Mai – leider erst am Abend, da wir da noch eine Präsentation hinter uns bringen müssen – und zurück dann am 17. Mai. Das sind leider nur 2 volle Tage, aber der Flug kostet nur 40 Euro hin und retour und wenn man schon einmal die Gelegenheit hat… Wird eben der Zeitplan etwas straffer sein. Heute haben wir dann noch das Hostel gebucht. Es liegt mitten im Zentrum (es heißt ‚Stargate‘ – da bin ich ja mal gespannt) und wir zahlen nur 23 Euro pro Nacht mit Frühstück. Dafür müssen wir uns das Zimmer mit drei Fremden teilen. Aber egal!

Ich hoffe, es geht euch allen gut, wo auch immer ihr gerade seid! Wir lesen uns!

Donnerstag, 6. März 2008

Weird things, die Zweite

  • Klospülungen: Habe in der Zeit seit ich hier bin noch kein Klospülungssystem zwei Mal gesehen. Wenn man sich hier auf einer Toilette befindet, muss man erst einmal nach der Spülung suchen. Über Augenhöhe, am Fußboden, auf der Seite, zum Drehen, zum Drücken, zum Draufsteigen… Unglaublich!
  • Die Kirchturmglocken in Castellanza sind der Wahnsinn. Keiner weiß wann, wie lange und warum sie überhaupt läuten. Ich wache prinzipiell jeden Morgen davon auf. Als Beweis habe ich die willkürliche und unendlich andauernde Melodie der Glocken auf meinem Handy aufgenommen.
  • Italien, das Land der Sonnenbrillen. Egal ob Sonne oder Regen, egal ob im Haus oder auf der Straße, es gibt selten einen Italiener, auf dessen Kopf sich keine Sonnenbrille befindet.
  • Es kam bis jetzt schon ziemlich häufig vor, dass uns irgendjemand (sei es in einem Geschäft oder auf der Straße) angesprochen hat und sagte: „Germany?“ Wir antworten dann mit: „Austria!“ und dann beginnen sie auf einmal auf Deutsch zu sprechen. Natürlich nur die Basics, aber trotzdem. Deutsch ist anscheinend doch nicht so unbeliebt, wie ich mir das vorgestellt habe.
  • Dass die Mädels hier mit „Ciao Bella“ begrüßt werden, verstehe ich ja… aber warum müssen sich Männer gegenseitig auch mit „Ciao Bello“ begrüßen??
  • Die Leute an der Uni hier schaffen es einfach nicht, einen geeigneten Raum für die Schüleranzahl zu organisieren. Jedes Mal müssen wir entweder in einen anderen Raum wechseln, oder einige müssen stehen. Dafür haben wir in Italienisch für 10 Leute einmal einen Raum für 100 bekommen…
  • Nachtrag:
    Wenn man hier zum Lidl einkaufen geht, dann steht ständig jemand bei den Einkaufswagen und bettelt und Geld. Das geht sogar so weit, dass diese Leute zu dir hingehen, wenn du die Einkäufe ins Auto räumst, und deinen Einkaufswagen zurückgeben wollen – damit sie das Geld behalten können! So was habe ich in Österreich noch nicht erlebt.

Mittwoch, 5. März 2008

Shoppen in Mailand

Da wir heute frei hatten, aufgrund eines verschobenen Kurses, machten wir (Katrin und ich) uns um halb 11 Uhr auf nach Mailand zum Shoppen. Zuerst sahen wir uns die Galleria Vittorio Emanuele an, die ziemlich edle Läden wie Gucci, Prada, Louis Vitton und natürlich Swarovski enthält. Die riesige Kuppel und das Flair dort sind wirklich einen Besuch wert, auch wenn wir uns da nichts leisten können. Wir schlenderten dann durch die Domstraße und klapperten dort einige Geschäfte ab. Der Tag heute war etwas erfolgreicher als unser erster Shoppingausflug und wir können beide gute Beute aufweisen (zu Lasten unseres Kontos). Für alle Jungs: Wir waren heute im Ferrari-Shop – das Paradies für jeden Autoliebhaber. Auf fünf Etagen gibt es alles, was das Männerherz höher schlagen lässt. Die Preise sind zwar auch unschlagbar, aber beeindruckend war es alle Mal. Nach einem kurzen Abstecher beim Mac Donalds machten wir uns schön langsam wieder auf den Weg nach Hause. Jetzt bemerkten wir auch, dass sich ziemlich viele Engländer in Mailand aufhielten, da ja gestern Arsenal gegen Juventus (eigentlich war es AC Milan, wie mir Tom mitteilte - aber ihr wisst ja, ich und Fußball!!) spielte. Außerdem sahen wir einen Teil des kroatischen Schiteams beim Shoppen. :) Beim Zurückgehen zum Bahnhof musste ich mir unbedingt noch das obligatorische Gelato kaufen, das wir genüsslich am Brunnen vor dem Castello Sforzesco verspeisten. Um halb 5 kamen wir ziemlich erschöpft wieder in Castellanza an und ich muss mich jetzt leider noch an meine Italienisch-Präsentation setzen. Morgen heißt es den ganzen Tag Uni, aber dafür habe ich ja dann wieder ein verlängertes Wochenende. Außerdem sind wir morgen Abend bei Anne, der Französin, zu Quiche Lorraine und Tiramisu eingeladen (mhhhhhhh….).


Meldet euch mal! Sonnige, aber windige Grüße aus Italien!

Dienstag, 4. März 2008

Birthday Party & Uptown

Gestern hat wieder ein neuer Kurs begonnen und zwar der letzte neue: Topics in Development Economics. Dieses Jahr geht es um Country Risk Management. Eigentlich nicht so uninteressant, nur die Lektorin verlangt wahnsinnig viel Mitarbeit von uns. Dafür müssen wir aber nur ein final paper und keine Klausur schreiben.
Heute am Nachmittag erwartete mich eine freudige Überraschung als ich nach Hause kam: Ein Zettel mit der Ankündigung, dass mein Paket, auf das ich schon über eine Woche wartete, endlich da ist. Ich wollte mich schon auf zum Postamt machen, dann läutete es allerdings an der Tür und der Paketlieferant brachte mein Päckchen das zweite Mal persönlich vorbei. Er fragte mich nur, ob ich Vormittag nicht zu Hause gewesen wäre. Jetzt ist mein Care Paket sicher angekommen und wir können uns über gute österreichische Soßenbasen freuen. *g* Danach haben wir uns mit einigen Mädels getroffen um die Gelateria in Castellanza auszuprobieren. Das Eis war wieder – wie überall hier in Italien – einfach himmlisch. :) Obwohl wir uns beim Verspeisen im Park „den Hintern abgefroren haben“ – da das Wetter plötzlich umschlug. Um uns dann wieder aufzuwärmen, lud uns Lilla (HU) zu sich in die Wohnung ein um einen Tee zu trinken à super Kombi! Katrin und ich hatten leider um 5 Uhr noch eine Vorlesung und deshalb mussten wir uns bei ziemlichen Windstärken noch auf zur Uni machen. Nach zwei Stunden fing es dann auch zu regnen an und der Heimweg gestaltete sich trotz Schirm als etwas unangenehm.

Auf jeden Fall, kaum zu Hause angekommen, mussten wir uns schon wieder fertig machen. Einer der Mexikaner (José Luis) hatte nämlich Geburtstag und wir waren bei ihnen zu Hause eingeladen. Es war ganz gemütlich: Wir aßen Chips, unterhielten uns, mussten eine echt mexikanische Tequila-Runde über uns ergehen lassen – zuerst Salz ablecken, dann Tequila trinken, dann Zitrone in den Mund (ich konnte mich da irgendwie durchmogeln, da jeder so mit dem Trinkritus beschäftigt war), lernten Salsa tanzen und bekamen Pasta serviert. Als dann die Schokolade-Geburtstagstorte mit den Kerzen kam, artete es allerdings ein bisschen aus. Einer mexikanischen Tradition zu folge wird nämlich der Kuchen nach dem Kerzen Ausblasen dem Jubilar ins Gesicht gedrückt(normalerweise passiert das allerdings nicht mit einer Schokoladentorte, sondern einer speziellen Cremetorte). Gesagt, getan: Eine Mexikanerin legte sich ziemlich ins Zeug, damit sie ihm den ganzen Kuchen ins Gesicht schmieren konnte und wie konnte es anders sein… natürlich bekamen wir alle etwas ab (wir waren in etwa 15 Personen). Ich möchte heute nicht diejenige sein, die den Fußboden putzen muss. Die ganze Wohnung war ein Chaos – es gab kein sauberes Fleckchen mehr und ich glaube, dass sogar die Wand etwas abbekommen hat. Wie ich später erfahren habe, ist der Vermieter ziemlich sauer (wie konnte es anders sein, wenn 15 Personen in einem Wohnblock bis halb 12 eine laute Party feiern). Nachdem sich die Hälfte von uns umgezogen hatte (mich hat es nur im Gesicht erwischt), trafen wir uns in der Uptown Bar wieder. Dort feierten wir nach bis halb 2 weiter und ich musste die unangenehme Bekanntschaft mit einem Spanier machen, dem ich bis jetzt immer aus dem Weg gehen konnte. Das erste was er sagte war, dass seine Zimmernummer 525 ist und ich jederzeit kommen kann, wenn mir langweilig ist. Ich wusste zwar davor schon, dass dieser Typ ein „…“ ist (Männer sind ziemlich durchschaubar *g*), aber er musste mich ja noch 15 Minuten damit zutexten, dass ein Auslandssemester nur dazu da ist um sich voll und ganz dem Alkohol hinzugeben, bla bla bla… Ich bin dann einfach aufgestanden und gegangen. Kurz darauf bezeichnete er mich als „ein bisschen unsympathisch“ – aber da das auf Gegenseitigkeit beruht, juckt mich das nicht sehr und für die nächsten 3 Monate werde ich wohl kein Wort mehr mit dem Typen wechseln müssen.


Übrigens, ab Montag werde ich wöchentlich einen Aerobickurs besuchen, der zwar eigentlich nur für diejenigen gedacht ist, die am Campus wohnen. Aber da das niemanden kümmert, habe ich nun eine willkommene Gelegenheit um die zu mir genommenen Kalorien wieder abzutrainieren.

Sonntag, 2. März 2008

Endlich Sonne

Heute um halb 9 hat schon der blaue Himmel durch meine Jalousien durch geblitzt, da wusste ich, dass es endlich wärmer wird. Den Vormittag habe ich damit verbracht, eine Zusammenfassung über einen Artikel für eine Vorlesung zu schreiben – hat etwas länger gedauert als erwartet. Am Nachmittag habe ich mir dann zum ersten Mal die Inline Skates angeschnallt und Katrin und ich sind zum Mc Donalds gefahren um ein Eis zu essen. War zwar nicht so ergiebig, da sich der Mäc mehr oder weniger um die Ecke befindet, aber immerhin. Hier geht es viel besser zum Inlinen als bei uns zu Hause, da der Asphalt in meiner Straße wirklich super ist. Ich konnte mich rollen lassen. :) So viel zum Thema Sport.

Den restlichen Nachmittag habe ich lesend auf meinem Balkon verbracht – es hatte 20 Grad. *freu* Leider soll es nächstes Wochenende wieder kälter werden – ich hoffe, dass die Wettervorhersage dieses Mal versagt. Am Abend waren wir (Lilla, Andrea, Katrin und ich) dann bei drei Italienern zum Essen eingeladen. Sie wohnen nur bei uns um die Ecke, machen ihren Master hier in Castellanza und einer von ihnen kochte für uns. Es gab zwar nichts Spektakuläres, aber es war ganz gut: Tortellini mit Sahnesoße und Speck. Außerdem noch Mozzarella und Tomaten und die obligatorischen Grissini. Wir saßen so ca. zwei Stunden zusammen und unterhielten uns. Wir quetschten alles Mögliche aus ihnen heraus –wo wir hinfahren sollen, was wir uns ansehen sollen und was es mit bestimmten italienischen Verhaltensweisen auf sich hat. Der Abend war also ganz nett und wir konnten uns bekochen lassen.


Außerdem habe ich erfahren, dass ein Semester hier an dieser Universität 7.500 Euro kostet – ist doch nicht soooo billig. Gut, dass wir nur 370 bezahlen. :)

Samstag, 1. März 2008

Varese

Heute Morgen um 10 Uhr ging’s zu fünft los in die Hauptstadt (der Provinz). Varese ist mit seinen 83.000 Einwohnern schon etwas größer als Castellanza. Wir – das waren Katrin (die Fahrerin), Grace (die Chinesin), Camilla (Schweden), Nina (Schweden) und ich – parkten das Auto in der Tiefgarage des Einkaufszentrums, das sich im Zentrum der Stadt befindet. Diese Gelegenheit nutzten wir gleich um etwas durch die Geschäfte zu stöbern. Die Einkaufshalle war relativ groß, es gab sogar einen kleinen Eislaufplatz mitten im Gebäude. Nachdem wir genug gesehen hatten, machten wir uns auf in die Stadt. Da wir den Weg zu den wenigen Sehenswürdigkeiten nicht wussten, mussten wir gleich mal nach dem Weg fragen – aber hier sind eh alle so freundlich. Wir machten uns also auf zu einem wunderschönen Park (Giardini Estensi e Parco Mirabello), wo gerade eine Hochzeit mit vier Brautjungfern stattfand. Der Park war wirklich wunderschön, aber leider war der riesige Brunnen ohne Wasser (einige von euch wissen vielleicht, wie sehr ich Brunnen liebe *g*). Einige Zeit später wurden wir hungrig, deshalb suchten wir ein Lokal, wo wir essen konnten. Zuerst streiften wir eine halbe Stunde durch die Stadt – es gibt wahnsinnig viele Delikatess- und Süßwarenläden dort. Schließlich wurden wir doch noch fündig und speisten ziemlich günstig. Leider war ich mit der Qualität nicht so richtig zufrieden, aber immerhin war es billig. :) Als wir das Lokal wieder verließen, fing endlich die Sonne an zu scheinen und es wurde ziemlich warm.

Natürlich mussten wir uns gleich ein Eis kaufen – übrigens mein erstes seit ich hier bin (also seit 4 Wochen). Habe ich schon erwähnt, dass ich Eis liebe… *g* Das köstliche Eis verspeisten wir dann bei einem Brunnen (der nebenbei erwähnt über Wasser verfügte) und genossen die Sonne. Außerdem formte sich dort gerade eine Menschenmasse zu einer Demonstration zusammen (keine Ahnung worum es ging). Wir fünf machten und dann wieder auf den Weg und schlenderten noch ca. eine Stunde durch die Stadt, vorbei an einigen schönen Häusern und Villen. Leider konnten wir die Kirche mit den menschengroßen Terrakotta-Figuren nicht finden, aber die war wohl etwas weiter außerhalb. Da aber sowieso ziemlich der Wind ging (der Sturm hat wohl nicht nur Österreich gestreift), gingen wir langsam wieder zurück zum Auto. Um halb 5 sind wir schon wieder zu Hause angekommen.

Um 7 Uhr waren wir dann zum Pizza Essen am Campus in den Residence Halls verabredet. Wir waren etwas mehr als erwartet – schlussendlich bestellten wir 21 Pizzas. Eine ganze Pizza um 5 Euro bekommt man bei uns selten… Die Wartezeit von einer dreiviertel Stunde verbrachten wir zu 8. in dem Zimmer einer Mexikanerin (Laura) und einer Holländerin (Jessica) und hörten uns ihre Anekdoten aus Paris an, wo sie die Woche vorher verbrachten. Die Pizza verspeisten wir dann im Gemeinschaftsraum und kurz darauf machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause um uns umzuziehen, da einige noch vorhatten in eine Bar zu gehen. Ich blieb dann allerdings doch zu Hause, da ich mich nicht nach ausgehen fühlte. Morgen ist ja Sonntag und da heißt es dann ausschlafen und eine Menge Zeugs für die Uni erledigen!

Ps: Wir denken darüber nach, ob wir übernächstes Wochenende nach Bormio fahren, um uns die Abschlussrennen des Schiweltcups anzusehen. Obwohl wir auch das Angebot bekommen hätten nach Athen zu fliegen – 160 Euro für den Flug und 50 Euro fürs Hostel. Wäre relativ preiswert für fünf Tage, aber da ich sowieso im Sommer nach Rhodos fliege, wird wohl eher Bormio das Rennen machen!!

Freitag, 29. Februar 2008

Woche 4

Hallo Leute,

Jetzt ist schon beinahe die vierte Woche um - wahnsinn, wie schnell das geht! Sorry, dass ich mich die ganze Woche nicht gemeldet habe, aber eigentlich ist nicht viel passiert. Wir hatten wieder zwei neue Vorlesungen: Strategic Issues of Made in Italy und Operational Research 2. Die erste ist ziemlich zeitintensiv - 5 Stunden jeden Donnerstag und wir dürfen genau 1x fehlen. Anscheinend ist es hier so ähnlich wie am MCI - die Fehlstunden dürfen sich wohl nicht anhäufen. Dieses Fach ist ziemlich ähnlich wie Infomanagement am MCI - wir müssen auf jede Stunde eine Fallstudie vorbereiten (es geht um italienische Firmen) und diese dann diskutieren. Am Ende gibts eine Klausur und eine Präsentation, die wir in 6er Gruppen vorbereiten müssen. Was positiv aufgenommen wurde, ist der Ausflug zur Besichtigung einer Firma am 2. April. Das zweite Fach - Operational Research 2 - ist leider nicht so witzig. Ich hätte mir dieses auch nie ausgesucht. Aber die einzige Auflage vom MCI war es, einen Informatikkurs zu besuchen. Da wir den, den wir uns ursprünglich ausgesucht haben, nun leider nicht nehmen können - da es zu viele Überschneidungen mit anderen Kursen gibt - mussten wir kurzfristig wechseln. Es stellte sich allerdings heraus, dass das gar kein richtiger Informatikkurs ist. Es geht mehr um Wahrscheinlichkeiten und Integral, Entscheidungsbäume und solche Sachen - wahnsinnig langweilig und überhaupt nicht mein Ding. Vier Stunden jeden Mittwoch Vormittag - das kann ja heiter werden. Außerdem sind wir nur 3 Erasmus-Studenten und wenn wir nicht gewesen wären, wäre der Kurs auf Italienisch gehalten worden. Ihr könnt euch vorstellen, dass wir uns damit nicht gerade Freunde gemacht haben. Wenigstens ist die Klausur open book und dieser Lektor scheint es mit der Anwesenheit auch nicht so genau zu nehemn. Wobei wir 3 blonden Mädels (Schweden und Österreich) wahrscheinlich auffallen werden. Da muss man jetzt eben durch...

Am Dienstag Abend waren wir wieder in der Uptown Bar und nachdem am Anfang gar nichts los war, saßen wir (Katrin, Lilla und ich) mit einem Italiener am Tisch, der uns gleich für kommenden Sonntag zu sich nach Hause zum Essen eingeladen hat. Mal schauen, ob er das dann wirklich durchzieht. Etwas später ist es dann auch voller geworden und die meisten Erasmus-Studenten waren anwesend. Die Bar schließt allerdings um 2, aber da wir eigentlich vorgehabt hatten etwas früher nach Hause zu gehen, waren wir darüber nicht so unglücklich.

Gestern hatte ich meinen Italienisch-Midterm-Test, der eigentlich ein wahnsinnig kurzer Grammatiktest war. Also die ersten 20 % der Note sollten gesichert sein. In zwei Wochen muss ich dann eine Präsentation halten (5 min) - das wird eine kleine Herausforderung für mich. :) Aber nützt ja nichts!

Bezüglich Internet gibt es auch etwas Neues: Unsere Nachbarin hat uns gestern angesprochen, dass sie bei der Telekom angerufen hat und dass sie in den nächsten Wochen eine Wireless-Verbindung bekommt (momentan hat sie nur ein gewöhnliches Modem). Und wenn sie diese dann hat, können wir uns bei ihr beteiligen. Das wird dann zwar wahrscheinlich erst nach Ostern sein, aber dafür haben wir keine Scherereien wegen Kündigung und dergleichen und wir werden auch nicht so viel bezahlen müssen. Also die nächsten 2,5 Wochen muss ich noch so auskommen und im April und Mai darf ich mich dann zu den Glücklichen zählen, die zu Hause über Internet verfügen.

Morgen werden wir zusammen mit den Schwedinnen einen Tagesausflug nach Varese machen. Das ist die Hauptstadt der Provinz, in der ich mich befinde. Dort soll es angeblich einige Schlösser geben, die den Bauten in Wien nachempfunden sind und außerdem viele schöne Parks. Wir hoffen, dass uns das Wetter gnädig ist und nächste Woche könnt ihr euch dann die Fotos ansehen!!

Machts gut!!

Montag, 25. Februar 2008

weird things

  1. Italiener hupen bei jeder Gelegenheit.
  2. Italiener nehmen keine Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer und fahren wie die Wildsäue.
  3. Die Kirchenglocken in Castellanza sind ohrenbetäubend und läuten willkürlich und teilweise 10 Minuten lang.
  4. Für beinahe alles hier braucht man entweder seinen Reisepass oder seine Steuernummer.
  5. Es gibt kein SCHWARZBROT (nichts Neues, aber trotzdem ärgerlich).
  6. Es gibt keine Soßenbasen und es gibt keine Verdünnungssäfte.
  7. Wenn Italiener merken bzw. wissen, dass man nicht so gut Italienisch spricht, sprechen sie deswegen trotzdem nicht langsamer.
  8. Leerstehende Häuser werden hier nicht abgerissen, es wird einfach gewartet, bis sie sich irgendwann von selbst in Luft auflösen (wird wahrscheinlich nie passieren).
  9. In einer Nebenstraße befindet sich alle zehn Meter eine Erhöhung (wie heißen diese Dinger, wo man nur ganz langsam drüber fahren kann?) – was die Italiener nicht davon abhält, die Geschwindigkeit zu reduzieren.
  10. Eine positive Sache: Getränke-, Kaffee- und Süßigkeitenautomaten sind viel billiger als in Österreich und viel viel viel billiger als am MCI (25 Cent für jegliche Art von Kaffee und 30 Cent für eine Flasche Wasser).
  11. Italiener gehen prinzipiell nie zu Fuß. Eine unserer Schwedinnen ging heute zum Beispiel in den Nachbarort und irgendwann wusste sie nicht mehr wo sie war und dann hat sie ein Rotkreuz-Auto heimgebracht. Sie wollte nur den Weg wissen, aber der Rot-Kreuz-Typ sagte die ganze Zeit nur: „Das ist so weit, das kann kein Mensch zu Fuß gehen“! (3 km oder so)
  12. Banken: Man kann hier in Italien immer nur einzeln in eine Bank hineingehen. Einer geht durch die Tür und steht dann in einem kleinen Raum zwischen zwei Türen, wird gefilmt und darf dann bei grün eintreten… Ja, geniales System! Überhaupt nicht zeitraubend!
  13. Wenn man die Klospülung nicht richtig zudreht (ja, die ist zum drehen), dann tropft es die ganze Zeit. Mein Zimmer befindet sich natürlich Wand an Wand mit dem Badezimmer.

to be continued...

Sonntag, 24. Februar 2008

Pizza & Movie

Wie bereits erwähnt, sind heute Camilla und Nina (beide aus Schweden) zu uns gekommen, um einen Film zu schauen. Zuerst haben wir uns allerdings eine Pizza bestellt. Die Pizzeria heißt „Italian Job“ und der Besitzer spricht Deutsch – nicht besonders gut, aber immerhin. Wir mussten auch nur eine halbe Stunde warten und dann klingelte es schon an der Tür. Die Pizzas sind wirklich billig: Eine Margherita kostet 3,50 und alle anderen so zwischen 4 und 6 Euro. Die Lieferung kostet nur einen Euro – also wirklich günstig. Nachdem sämtlicher Klatsch und Tratsch vom Campus bereits bevor die Pizza kam abgehandelt war, setzten wir uns auf Sofa und sahen und den Film an. Wir entschieden uns für „The devil wears Prada“ – obwohl ich die einzige war, die ihn noch nicht gesehen hat. Er hat mir gut gefallen, nur brauchen Schweden immer Untertitel (wahrscheinlich die Macht der Gewohnheit) und das lenkt mich immer ein bisschen ab. :)

Auf jeden Fall war es ein netter Abend und wird sicherlich wiederholt werden. Nina ist ziemlich Österreich-begeistert und hat dort glaube ich schon mehr gesehen als ich. Das Gesprächsthema wird uns jedenfalls nicht ausgehen!

Samstag, 23. Februar 2008

Comparative Economics & was es sonst noch Neues gibt

Die letzten Tage ist nicht so viel passiert. Am Donnerstag hat eine neue Vorlesung begonnen: Comparative Economics. Diese dauert jedes Mal vier Stunden, was ziemlich langwierig ist. Allerdings hat sich das Gerücht um die Arbeitsmoral hier in Italien wirklich bestätigt. Jeder Lektor kommt zwischen 15 und 30 Minuten zu spät und beendet die Stunde frühzeitig (der Lektor von Italian Society war da wohl eine Ausnahme). Meistens ist das wirklich ärgerlich (zumindest die Sache mit dem später beginnen, weil man als Student „natürlich pünktlich“ da ist). Auf jeden Fall hat dieser Professor eine etwas andere Art zu unterrichten. Kurze Schilderung:
  • Die Stunde beginnt um 9:00 – er kommt um 9:30
  • erste Pause von 10 bis 10:20
  • zweite Pause von 11 bis 11:20
  • Stunde endet um 13:00 – wir dürfen um 12.30 gehen.

Gehen dürfen wir allerdings nur, wenn wir in der zweiten Hälfte der Vorlesung fleißig Fragen stellen. Die erste Hälfte redet nämlich er und wir dürfen weder aufzeigen noch kurz mit dem Nachbarn reden – und in der zweiten Hälfte sind wir aufgefordert Fragen zu stellen. Der Lektor ist aber ganz witzig: Er wurde in Nepal geboren, ist in Indien zur Schule gegangen und hat einiges auf dem Kasten. Das Lustige daran – er ist kleiner als ich. *gg* Aber sein Englisch ist für mich gut verständlich. Der Prüfungsmechanismus wird wohl auch nicht für zu viel Arbeitsaufwand sorgen. Wichtig ist die Anwesenheit (es gibt keine Liste; er sagt, er merkt sich jedes Gesicht und weiß, wer wie oft anwesend war – wers glaubt) und die Mitarbeit in der Vorlesung; weiters müssen wir ein Paper schreiben, das ziemlich kurz ausfallen soll und nur wer mit seiner Punkteanzahl dann nicht zufrieden ist, kann sich einer mündlichen Prüfung unterziehen. Dabei kann man allerdings auch Punkte verlieren. Dafür haben wir die Vorlesung ziiiiiemlich oft! Das einzig komische ist, dass die Italiener ihre Arbeit auch in Italienisch abgeben können und wenn Spanier dabei sein sollte auch in Spanisch. Obwohl es eigentlich ein International Kurs ist (also auf Englisch...). Den Italienern wird überall geholfen, dass sie ja nicht zu viel Englisch sprechen üben!

Gestern, am Freitag, wäre wieder ein Discoabend in Mailand geplant gewesen. Dieses Mal sind wir aber nicht mitgefahren, da wir noch öfter so etwas machen werden und jedes Mal einiges an Geld draufgeht. Vom 7.-9. März wird ein Skitrip in Santa Caterina Valfurva (2005 Ski World Championship) organisiert, bei dem wir aber höchstwahrscheinlich auch nicht teilnehmen werden, da wir zu Hause ja quasi auf der Schipiste wohnen und das Ganze nicht so billig ist. Außerdem wollten wir uns ja das Fußballspiel Liverpool gegen Inter Mailand (sorry für die Verwechslung im vorderen Eintrag – bin ja nicht so der Fußballversteher) ansehen, für das wir allerdings keine Karten mehr bekamen. Am Vormittag gabs noch so ca. 1000 Karten, kurz nach Mittag nur mehr eine. Naja, wird ja sicher noch mehr interessante Spiele geben.

Mittlerweile haben wir uns ein bisschen in den Nachbarorten umgesehen und einige Supermärkte gefunden, die ein bisschen billiger sind, als der direkt hinter unserem Haus. Heute waren wir beim Lidl und haben erstaunlicherweise viele Produkte mit deutscher Aufschrift gefunden (wir haben uns wie daheim gefühlt). Ärgerlich ist die Tatsache, dass wir es bis jetzt immer noch nicht geschafft haben, in unserer Wohnung Zugang zum Internet zu bekommen. Eine Freundin wollte uns ja beim Übersetzen helfen, aber die hatte bis jetzt noch keine Zeit und mit meinen nicht vorhandenen fachspezifischen Italienischkenntnissen wird das Ganze wahrscheinlich etwas schwierig werden. Aber es kann sich nur noch um Tage handeln!!! Hoffe ich zumindest! Drückt mir die Daumen!

Heute Abend haben wir die Schwedinnen zum Pizza Essen (ca. 5 Euro die Pizza und 1 Euro die Lieferung) und DVD schauen eingeladen – ich werde dann morgen berichten wies war! Bis dahin, liebe Grüße in die Heimat und an alle, die sich irgendwo auf den Kontinenten verstreut befinden.