Dienstag, 18. März 2008
Auf nach Hause...
wollte mir nur noch mal kurz melden, bevor es morgen nach Hause geht! Ich werde jetzt mein ganzes Zeug zusammenpacken, das ich hoffentlich alles tragen kann. Um 5 Uhr haben wir dann noch eine ziemlich anstrengende Vorlesung und morgen ebenfalls von 9 bis 13 Uhr. Wir werden allerdings um 12 Uhr starten, damit ich in Franzensfeste meinen Zug erwische!
Katrin ist gerade dabei, zwei neue Reifen für ihr Auto montieren zu lassen - dann sollte ja morgen nichts mehr schief gehen!!
Wir sehen uns also bald zu Hause und allen anderen schöne Osterferien, wo auch immer ihr gerade seid!!
Lg
Sonntag, 16. März 2008
Foxtown - Shoppen in der Schweiz
Mit Ausschlafen war’s mal wieder nichts, denn die Kirchenglocken weckten mich bereits um 6 Uhr, dann um 8 und um 9 bin ich dann doch aufgestanden, weil sie mir zu lästig wurden. Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir um 12 Uhr Grace (Hong Kong) und Camilla (SE) abholen. Der Weg zum Outlet-Center ließ sich leicht finden, leider mussten wir allerdings an der Schweizer Grenze 30 Euro für eine Jahresvignette bezahlen, da es keine Tages- oder Wochenvignette gibt. Wir hätten vielleicht früher dran denken können, dass man wohl in der Schweiz auch etwas für die Benützung der Autobahn bezahlen muss. Rentiert hat sich’s nicht wirklich, da wir nur einige Kilometer fahren mussten bis wir beim Outlet angekommen waren. Müssen wir eben noch einmal dorthin, damit sich die Vignette auch auszahlt.
Uns erwartete ein 4-stöckiges Gebäude voller Top-Marken wie Armani, Gucci, Lacoste, Prada, Dior, Dolce & Gabbana… weiters Diesel, Pepe Jeans, Tommy Hilfiger, Puma, Lee, Replay… und viele mehr! Da wir nicht richtig wussten, wo wir denn mit unserer Shoppingtour beginnen sollten, starteten wir einfach im Puma-Shop. Dort fing es schon ganz gut an, ich kaufte mir nämlich gleich drei verbilligte T-Shirts. An der Kasse musste ich mich dann entscheiden, ob ich mit Schweizer Franken oder Euro bezahlen wollte (Bankomat) – eine weitere Sache, an die ich im Vorhinein keinen Gedanken verschwendete. Ich glaubte also der Verkäuferin, die mir riet mit Franken zu bezahlen – ich hoffe, sie hat mich nicht beschissen. :) Wir setzten also unseren Weg fort, der für mich dann leider nicht mehr ganz so erfolgreich war. Es blieb nämlich bei meinen drei Puma-Shirts. Es gab natürlich einige tolle Sachen, die ich mir hätte kaufen können, allerdings überstieg das meiste doch etwas mein Preisbudget. Zum Mittagessen genehmigten wir uns eine Pizza im Fox Grill und anschließen natürlich eine Portion Eis. Habe ich schon erwähnt, dass ich es komisch finde, dass man in Österreich pro Kugel Eis bezahlt und hier einfach nur für die Größe der Tüte?
Also gut, mit unserer Beute machten wir uns dann so gegen halb 6 auf nach Hause. Kauf waren wir an der Autobahnauffahrt angekommen, hörten wir so ein komisches Geräusch bei einem der hinteren Reifen. Wir blieben also sofort mitten auf der Sperrfläche und zwischen zwei Auffahrten stehen um nachzusehen. Und tatsächlich, wir hatten einen Platten hinten rechts. Vor zwei Tagen ging Katrin noch extra den Luftdruck messen und der Mann an der Tankstelle füllte ihr überall Luft nach. Gestern auf der Heimfahrt von Bormio hörten wir allerdings auch schon so komische Geräusche und der schlechte Zustand von Italiens Straßen (ja ich weiß, der Dativ ist dem Genitiv sein Tod) trug wohl auch noch seinen Teil dazu bei, dass der Reifen jetzt leider hinüber ist. Da keiner der sonst so freundlichen Italiener Anstalten machte uns zu helfen (sogar zwei Polizeiautos fuhren vorbei), mussten Katrin selbst ran und wechselte in nicht ganz ungefährlicher Position den Reifen. Ziemlich zum Schluss blieb dann doch noch ein sehr freundlicher älterer Herr stehen bzw. fuhr er ein paar Meter rückwärts um uns zu fragen ob wir alles im Griff hätten. Da war der Reifen allerdings schon gewechselt und er fuhr wieder weiter. Wir machten uns jetzt mit unserem Ersatzreifen auf nach Hause und hofften inbrünstig, dass sie uns nicht an der Grenze aufhalten würden. Nichts dergleichen passierte aber und wir konnten so bei Regen und Wetterleuchten unsere Heimreise antreten. Kurz vorm Ziel fing es dann zu guter Letzt noch an zu hageln, was unseren Shoppingausflug wunderschön abrundete. :) Der Tag verlief also nicht ganz reibungslos, aber wir werden uns dort trotzdem wieder blicken lassen – jetzt wo wir ja schon über die Vignette verfügen.
Wir hoffen jetzt bloß noch, dass uns einer der italienischen Studenten mit dem Reifen weiterhelfen kann. Da wir ja am Mittwoch nach Hause fahren und wir mit diesem Ersatzreifen eigentlich nicht so weit fahren sollten, hoffen wir, dass wir uns einen oder zwei Reifen ausleihen können. Ziemlich ärgerlich ist die Situation trotzdem, denn wenn Katrin ihre Sommerreifen jetzt hier kaufen muss, muss sie ebenfalls die Felgen kaufen, die sie eigentlich zu Hause hätte. Also wünscht uns Glück, dass uns jemand weiterhelfen kann!
Samstag, 15. März 2008
Bormio
Der Tag war wirklich wunderschön, zumal wir uns landschaftstechnisch so nah der Heimat befanden und das Wetter wirklich super mitspielte. Der erste Sonnenbrand des Jahres blieb leider auch nicht aus und deshalb sehen wir jetzt mit unseren Brillenrändern im Gesicht alle etwas lädiert aus, aber das gehört dazu. Nach einer Portion Spaghetti Carbonara und einer warmen Dusche freue ich mich jetzt auf einen guten Film und mein Bett. Morgen heißt es zuerst ausschlafen und dann ab in die Schweiz zum Shoppen!!
Bis bald!
Freitag, 14. März 2008
Mein zweiter und letzter Marktbesuch
Mittwoch, 12. März 2008
Kino auf Italienisch
Nächstes Mal werde hoffentlich ich den Film aussuchen, denn dann wird es sicher ein Hollywood Blockbuster werden. Die Jungs wollten uns zwar ständig eine italienische Komödie einreden, aber Lilla und Katrin befürchteten, dass sie die Jokes nicht verstehen. Die Auswahl an Filmen war gar nicht so schlecht. „Sweeney Todd“ wäre unter meinen Favoriten gewesen, aber auch die anderen haben nicht so schlecht geklungen. Also mal schauen, ob ich mir nochmal einen Film auf Italienisch geben werde!
Italienische Vorlesungen
Ansonsten war in letzter Zeit nicht sehr viel los. Morgen (Donnerstag) habe ich meine Italienisch-Präsentation und dann heißt es schon wieder drei Tage Wochenende. Am Freitag Abend wäre wieder ein Discobesuch in Mailand angesagt, auf den wir aber verzichten müssen, da wir am Samstag ziemlich früh nach Bormio aufbrechen. Der Sonntag wird dann dem Shopping gewidmet (an der Schweizer Grenze) und dann geht’s nach 2,5 Tagen Uni eh schon ab nach Hause!!
Ich wünsche euch allen ein schönes und erholsames Wochenende!
PS: Nur zur Info – hier in Castellanza studieren ca. 400 Studenten. Wir sind 71 Erasmus-Leute. Den Prozentsatz könnt ihr euch selbst errechnen. Aber anscheinend soll die Uni hier die zweitbeste in Italien für Finanzwissenschaften sein. Nur blöd, dass ich nicht auf diesem Gebiet zu Hause bin. :)
Samstag, 8. März 2008
Lunch @ Lillas‘
Apropos, gestern Abend haben wir (Österreich-Connection: Andrea, Katrin und ich) einen Flug nach Rom gebucht. Los geht’s am 15. Mai – leider erst am Abend, da wir da noch eine Präsentation hinter uns bringen müssen – und zurück dann am 17. Mai. Das sind leider nur 2 volle Tage, aber der Flug kostet nur 40 Euro hin und retour und wenn man schon einmal die Gelegenheit hat… Wird eben der Zeitplan etwas straffer sein. Heute haben wir dann noch das Hostel gebucht. Es liegt mitten im Zentrum (es heißt ‚Stargate‘ – da bin ich ja mal gespannt) und wir zahlen nur 23 Euro pro Nacht mit Frühstück. Dafür müssen wir uns das Zimmer mit drei Fremden teilen. Aber egal!
Ich hoffe, es geht euch allen gut, wo auch immer ihr gerade seid! Wir lesen uns!
Donnerstag, 6. März 2008
Weird things, die Zweite
- Klospülungen: Habe in der Zeit seit ich hier bin noch kein Klospülungssystem zwei Mal gesehen. Wenn man sich hier auf einer Toilette befindet, muss man erst einmal nach der Spülung suchen. Über Augenhöhe, am Fußboden, auf der Seite, zum Drehen, zum Drücken, zum Draufsteigen… Unglaublich!
- Die Kirchturmglocken in Castellanza sind der Wahnsinn. Keiner weiß wann, wie lange und warum sie überhaupt läuten. Ich wache prinzipiell jeden Morgen davon auf. Als Beweis habe ich die willkürliche und unendlich andauernde Melodie der Glocken auf meinem Handy aufgenommen.
- Italien, das Land der Sonnenbrillen. Egal ob Sonne oder Regen, egal ob im Haus oder auf der Straße, es gibt selten einen Italiener, auf dessen Kopf sich keine Sonnenbrille befindet.
- Es kam bis jetzt schon ziemlich häufig vor, dass uns irgendjemand (sei es in einem Geschäft oder auf der Straße) angesprochen hat und sagte: „Germany?“ Wir antworten dann mit: „Austria!“ und dann beginnen sie auf einmal auf Deutsch zu sprechen. Natürlich nur die Basics, aber trotzdem. Deutsch ist anscheinend doch nicht so unbeliebt, wie ich mir das vorgestellt habe.
- Dass die Mädels hier mit „Ciao Bella“ begrüßt werden, verstehe ich ja… aber warum müssen sich Männer gegenseitig auch mit „Ciao Bello“ begrüßen??
- Die Leute an der Uni hier schaffen es einfach nicht, einen geeigneten Raum für die Schüleranzahl zu organisieren. Jedes Mal müssen wir entweder in einen anderen Raum wechseln, oder einige müssen stehen. Dafür haben wir in Italienisch für 10 Leute einmal einen Raum für 100 bekommen…
- Nachtrag:
Wenn man hier zum Lidl einkaufen geht, dann steht ständig jemand bei den Einkaufswagen und bettelt und Geld. Das geht sogar so weit, dass diese Leute zu dir hingehen, wenn du die Einkäufe ins Auto räumst, und deinen Einkaufswagen zurückgeben wollen – damit sie das Geld behalten können! So was habe ich in Österreich noch nicht erlebt.
Mittwoch, 5. März 2008
Shoppen in Mailand
Meldet euch mal! Sonnige, aber windige Grüße aus Italien!
Dienstag, 4. März 2008
Birthday Party & Uptown
Heute am Nachmittag erwartete mich eine freudige Überraschung als ich nach Hause kam: Ein Zettel mit der Ankündigung, dass mein Paket, auf das ich schon über eine Woche wartete, endlich da ist. Ich wollte mich schon auf zum Postamt machen, dann läutete es allerdings an der Tür und der Paketlieferant brachte mein Päckchen das zweite Mal persönlich vorbei. Er fragte mich nur, ob ich Vormittag nicht zu Hause gewesen wäre. Jetzt ist mein Care Paket sicher angekommen und wir können uns über gute österreichische Soßenbasen freuen. *g* Danach haben wir uns mit einigen Mädels getroffen um die Gelateria in Castellanza auszuprobieren. Das Eis war wieder – wie überall hier in Italien – einfach himmlisch. :) Obwohl wir uns beim Verspeisen im Park „den Hintern abgefroren haben“ – da das Wetter plötzlich umschlug. Um uns dann wieder aufzuwärmen, lud uns Lilla (HU) zu sich in die Wohnung ein um einen Tee zu trinken à super Kombi! Katrin und ich hatten leider um 5 Uhr noch eine Vorlesung und deshalb mussten wir uns bei ziemlichen Windstärken noch auf zur Uni machen. Nach zwei Stunden fing es dann auch zu regnen an und der Heimweg gestaltete sich trotz Schirm als etwas unangenehm.
Übrigens, ab Montag werde ich wöchentlich einen Aerobickurs besuchen, der zwar eigentlich nur für diejenigen gedacht ist, die am Campus wohnen. Aber da das niemanden kümmert, habe ich nun eine willkommene Gelegenheit um die zu mir genommenen Kalorien wieder abzutrainieren.
Sonntag, 2. März 2008
Endlich Sonne
Heute um halb 9 hat schon der blaue Himmel durch meine Jalousien durch geblitzt, da wusste ich, dass es endlich wärmer wird. Den Vormittag habe ich damit verbracht, eine Zusammenfassung über einen Artikel für eine Vorlesung zu schreiben – hat etwas länger gedauert als erwartet. Am Nachmittag habe ich mir dann zum ersten Mal die Inline Skates angeschnallt und Katrin und ich sind zum Mc Donalds gefahren um ein Eis zu essen. War zwar nicht so ergiebig, da sich der Mäc mehr oder weniger um die Ecke befindet, aber immerhin. Hier geht es viel besser zum Inlinen als bei uns zu Hause, da der Asphalt in meiner Straße wirklich super ist. Ich konnte mich rollen lassen. :) So viel zum Thema Sport.Den restlichen Nachmittag habe ich lesend auf meinem Balkon verbracht – es hatte 20 Grad. *freu* Leider soll es nächstes Wochenende wieder kälter werden – ich hoffe, dass die Wettervorhersage dieses Mal versagt. Am Abend waren wir (Lilla, Andrea, Katrin und ich) dann bei drei Italienern zum Essen eingeladen. Sie wohnen nur bei uns um die Ecke, machen ihren Master hier in Castellanza und einer von ihnen kochte für uns. Es gab zwar nichts Spektakuläres, aber es war ganz gut: Tortellini mit Sahnesoße und Speck. Außerdem noch Mozzarella und Tomaten und die obligatorischen Grissini. Wir saßen so ca. zwei Stunden zusammen und unterhielten uns. Wir quetschten alles Mögliche aus ihnen heraus –wo wir hinfahren sollen, was wir uns ansehen sollen und was es mit bestimmten italienischen Verhaltensweisen auf sich hat. Der Abend war also ganz nett und wir konnten uns bekochen lassen.
Außerdem habe ich erfahren, dass ein Semester hier an dieser Universität 7.500 Euro kostet – ist doch nicht soooo billig. Gut, dass wir nur 370 bezahlen. :)
Samstag, 1. März 2008
Varese
Natürlich mussten wir uns gleich ein Eis kaufen – übrigens mein erstes seit ich hier bin (also seit 4 Wochen). Habe ich schon erwähnt, dass ich Eis liebe… *g* Das köstliche Eis verspeisten wir dann bei einem Brunnen (der nebenbei erwähnt über Wasser verfügte) und genossen die Sonne. Außerdem formte sich dort gerade eine Menschenmasse zu einer Demonstration zusammen (keine Ahnung worum es ging). Wir fünf machten und dann wieder auf den Weg und schlenderten noch ca. eine Stunde durch die Stadt, vorbei an einigen schönen Häusern und Villen. Leider konnten wir die Kirche mit den menschengroßen Terrakotta-Figuren nicht finden, aber die war wohl etwas weiter außerhalb. Da aber sowieso ziemlich der Wind ging (der Sturm hat wohl nicht nur Österreich gestreift), gingen wir langsam wieder zurück zum Auto. Um halb 5 sind wir schon wieder zu Hause angekommen.
Um 7 Uhr waren wir dann zum Pizza Essen am Campus in den Residence Halls verabredet. Wir waren etwas mehr als erwartet – schlussendlich bestellten wir 21 Pizzas. Eine ganze Pizza um 5 Euro bekommt man bei uns selten… Die Wartezeit von einer dreiviertel Stunde verbrachten wir zu 8. in dem Zimmer einer Mexikanerin (Laura) und einer Holländerin (Jessica) und hörten uns ihre Anekdoten aus Paris an, wo sie die Woche vorher verbrachten. Die Pizza verspeisten wir dann im Gemeinschaftsraum und kurz darauf machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause um uns umzuziehen, da einige noch vorhatten in eine Bar zu gehen. Ich blieb dann allerdings doch zu Hause, da ich mich nicht nach ausgehen fühlte. Morgen ist ja Sonntag und da heißt es dann ausschlafen und eine Menge Zeugs für die Uni erledigen!
Ps: Wir denken darüber nach, ob wir übernächstes Wochenende nach Bormio fahren, um uns die Abschlussrennen des Schiweltcups anzusehen. Obwohl wir auch das Angebot bekommen hätten nach Athen zu fliegen – 160 Euro für den Flug und 50 Euro fürs Hostel. Wäre relativ preiswert für fünf Tage, aber da ich sowieso im Sommer nach Rhodos fliege, wird wohl eher Bormio das Rennen machen!!