Freitag, 18. April 2008

Eishockey & Kladdkaka

Diese Woche ist wieder einmal nicht wirklich viel passiert. Das Wetter war schlecht (es hat fast täglich geregnet) und außerdem war jeden Tag Uni angesagt. Am Donnerstag hatten wir eine weitere Firmenpräsentation: und zwar Lagostina (italienische Küchenware). Ich bin mir sicher, dass einige von euch das Männchen aus den früheren Werbespots aus dem Fernsehen kennen. Auf youtube gibt’s zahlreiche Videos davon – wirklich witzig. Den heutigen Nachmittag habe ich damit verbracht, vier Stunden in einer Vorlesung zu sitzen und zahlreichen Präsentationen zu lauschen. Ich habe meine Präsentation gut hinter mich gebracht und muss für diese Vorlesung (Italian Society) jetzt nur mehr ein 10-seitiges Paper schreiben.
Heute Abend kam dann, wie schon am Montag, Camilla (SWE) vorbei um ein Eishockeyspiel ihres Lieblingsteams zu sehen. Nach dem Spiel am Mittwoch stand es 3 zu 2 für das gegnerische Team und heute sollte eben ihr Team gewinnen, damit am Sonntag dann das finale Spiel stattfinden kann. Wir haben uns dann zuerst mal eine Pizza bestellt und diese während des ersten Drittels gegessen. In der Pause vor dem letzten Drittel hat Camilla dann einen Kladdkaka (sticky chocolate cake) für uns gebacken. Meiner Meinung war er wirklich gut, nur etwas süß. Aber nett, wenn jemand einen Kuchen für uns bäckt. :) Leider endete das Spiel nicht ganz so wie erwartet. Nach dem 3 zu 3 kam dann die Verlängerung mit dem golden goal. Camillas Mannschaft verlor, was sie doch ziemlich aufregte, da sie „ein bisschen fanatisch“ ist. Fluchen auf Schwedisch klingt ganz gut. :)


Zum Schluss noch eine kleine Aufheiterung in Form eines Videos:
http://www.infonegocio.com/xeron/bruno/italy.html

Morgen werden wir in den Nachbarort, nach Legnano, fahren. Dort gibt es ein Einkaufszentrum und relativ viele Lokale zum Mittagessen. Sonntag und Montag wird dann wohl eine Lernsession eingelegt, da wir am Dienstag eine Zwischenklausur schreiben. Mittwoch Vormittag geht es für mich dann ab nach Hause – wir sehen uns!

Samstag, 12. April 2008

Dinner beim Italiener

Heute Abend wollten wir endlich einmal den Italiener in unserer Straße austesten. Das Lokal heißt L’Espresso und es handelt sich dabei um einen Familienbetrieb. Da wir von anderen Erasmus-Studenten hörten, dass es dort gut sein soll, machten wir uns um halb acht auf den Weg dort hin. Wir waren leider nur zu zweit, da die Ungarn kurzfristig abgesagt haben. Katrin und ich waren so ziemlich die ersten dort und bekamen gleich einen Tisch zugewiesen. Ich bin mir jetzt sicher, dass auf dieser Speisekarte ziemlich viele Köstlichkeiten zu finden gewesen wären, die sich allerdings leider alle hinter komischen italienischen Wörtern versteckten (das Wörterbuch ist leider zu Hause geblieben). Katrin entschied sich für eine Pizza mit frischem Thunfisch und entdeckte, dass der Dosenthunfisch doch besser schmeckt. :) Ich wollte eigentlich keine Pizza essen und da ich bei den Fischspezialitäten die Hälfte nicht verstanden haben, habe ich mich für Penne Aum Aum entschieden – warum das Gericht so heißt, weiß ich auch nicht. Es handelt sich dabei nur um Nudeln mit Melanzani, Tomaten, Mozzarella und Basilikum. Die Portion war riesig und ich musste natürlich wieder passen. Ich staunte nicht schlecht, als ich sah, was die anderen Gäste so verdrückten. Einer aß tatsächlich einen riesen Nudelteller als Vorspeise und eine Pizza danach. Die Mägen der Italiener müssen einfach riesig sein. Wir sahen außerdem ununterbrochen Kellner mit köstlich aussehenden Speisen vorbeigehen – Austern, halbe Hummer, irgendetwas in einem Muschelteller… :) Das Lokal scheint also ziemlich beliebt zu sein, sie haben auch einen Steinofen-Pizzabäcker – so wie früher in Fügen beim Alpina! Als Nachspeise gönnten wir uns dann ein Eis – ich mit Erdbeeren und Katrin mit Kaffee. Eis konnte man das zwar nicht wirklich nennen, war mehr eine Creme – aber ausgezeichnet.

Der Abend war also durchaus gelungen und wenn es die Zeit zulässt, werden wir dort vielleicht noch einmal vorbeischauen!! Leider war der Fotoapparat nicht dabei, deshalb gibts heute auch keine Fotos!

Freitag, 11. April 2008

Kleines Wochenupdate

Diese Woche ist nicht wirklich viel passiert, deswegen habe ich auch keinen Eintrag verfasst. Hier eine kurze Zusammenfassung: Am Sonntag kam, wie bereits erwähnt, Grace (Hong Kong) zu uns um den Nachmittag mit uns zu verbringen. Zuerst ließ sie sich von Katrin zeigen, wie man einen Kartoffelsalat macht (da sie so fanatisch danach ist). Grace brachte die Kartoffeln mit und Zwiebel borgten wir uns von Lilla (Ungarn). Anschließend war unsere Chinesin ganz begeistert von dem Ergebnis und wir aßen gleich die Hälfte auf. Danach half ich ihr mit ihrer Italienisch-Präsentation. Ich persönlich finde es ja wirklich grausam, dass eine Chinesin Italienisch lernen soll, wo sie ja keine „R“ aussprechen kann. Aber lustig zum Zuhören… :) Das Ergebnis war dann ein zweiseitiges Skript mit englischen, italienischen und chinesischen Wörtern bzw. Zeichen. Hat ganz gut ausgesehen… Nachdem sie sich 1000x bei uns für die Hilfe bedankte, verließ sie uns wieder.

Die ganze Woche verlief eigentlich ziemlich ruhig. Seit Mittwoch ist das Wetter wirklich ausgesprochen schlecht, es regnet praktisch durch. Also habe ich heute meinen Mailand-Trip wieder abgeblasen. Die Wärme meines Zimmers habe ich dann doch der Nässe draußen vorgezogen. Ich wollte eigentlich mein Zugticket nach Hause kaufen, aber das werde ich jetzt wohl verschieben, oder erst am Tag der Abreise erledigen. Übrigens habe ich am Mittwoch das Ergebnis meiner Italienisch-Klausur erfahren bzw. handelt es sich dabei um die Semesternote. Es sind 29 von 30 Punkten – also die ersten zwei Credits wären somit schon mal erledigt. Hier in Italien bekommt man keine Noten, sondern nur eine Punkteanzahl zwischen 18 und 30. Das Ganze wird dann anscheinend in Österreich auf Noten umgerechnet. Ansonsten war neben Vorlesungen nicht wirklich viel los.

Ich muss hier jetzt noch einmal erwähnen, wie liebenswert unsere Nachbarin doch ist. Uns ist es ja schon wirklich zu blöd, dass wir beinahe jeden Tag bei ihr läuten, aber anscheinend liegt irgendein Problem mit dem Internet vor. Der Router muss so ziemlich jeden Tag neugestartet werden. Gestern hat sie uns dann hereingebeten, obwohl ihr Verlobter mit seiner Tochter hier war und alle gerade beim Abendessen waren (um halb 9 abends). Ihr Verlobter kannte sich gottseidank etwas besser aus und er zeigte ihr endlich, welchen Stecker sie herausziehen muss um den Router neuzustarten. :) Sie ist wirklich hilfsbereit und sehr um uns bemüht!

Da es gerade in Strömen regnet, werde ich den Nachmittag wohl im Bett verbringen und nichts tun! Fürs Wochenende steht einiges an Arbeit für die Uni an – Assignments, Präsentationen… Morgen abends werden wir vielleicht in ein italienisches Lokal gehen und am Sonntag gibt’s dann Hamburger a là Katrin (handgemacht versteht sich).

Bis dann!

Samstag, 5. April 2008

Mailand, der Dom und ein richtiges Abendessen

Heute, Samstag, war ein Ausflug nach Mailand geplant, um Andreas Freundin, die gerade aus Wien zu Besuch war, die Stadt zu zeigen. Wir vier Österreicherinnen trafen uns am Bahnhof und fuhren gemeinsam mit dem Zug los. Unten angekommen zeigten wir Daniela das Castello, den Park, den Dom und die Scala. Katrin und ich machten einen kurzen Abstecher und sahen uns endlich einmal den Dom von oben an. Nachdem wir innen noch eine Kerze entzündeten, bezahlten wir 5 Euro um die viertgrößte Kirche der Welt (bezogen auf den Grundriss) zu besteigen. Die rund 150 Stufen waren ein gutes Training und wir sparten uns zwei Euro für den Lift. :) Da der Tag wirklich wunderschön und wolkenfrei war, hatten wir eine einmalige Aussicht über ganz Mailand. Auf den Fotos könnt ihr euch das Dach des 106 Meter hohen Doms ansehen. Wieder heil unten angekommen, stiegen wir in die U-Bahn ein und fuhren nach San Agostino, wo wöchentlich ein großer Markt abgehalten wird. Es war wirklich wahnsinnig überfüllt und man konnte so gut wie gar nicht stehen bleiben, weil man einfach mit dem Strom mitgerissen wurde. Trotzdem erbeutete ich ein gelbes Paar Ballerinas um 10 Euro. Nach etwa einer halben Stunde machten wir uns wieder auf zum Domplatz und versuchten da unser Glück in einigen Geschäften. Da es am Wochenende aber wirklich nicht empfehlenswert ist, in Mailand shoppen zu gehen, gingen wir ein Eis essen und schlenderten dann wieder zum Bahnhof um die Heimreise anzutreten.

Zwei, drei gemütliche Stunden zu Hause und wir waren wieder erholt von dem Tag und freuten uns schon auf ein entspanntes Abendessen in einem amerikanischen Steakhouse namens Roadhouse. Da man hier in Italien ja nicht unbedingt ständig richtiges Fleisch zu essen bekommt, erwarteten wir uns natürlich sehr viel – und wir wurden auch nicht enttäuscht. Zuerst holten wir Grace (Hong Kong) vom Campus ab, da sie uns zwei begleitete. Wir hatten ziemliches Glück, dass wir relativ früh dran waren, denn ich denke, dass wir so ziemlich einen der letzten Tische ergatterten (ohne Reservierung versteht sich). Eine halbe Stunde später sahen wir, wie beliebt das Restaurant ist, denn die Gäste standen schon fast bei der Tür hinaus und warteten ruhig, bis einer der Tische frei wurde. Wir ließen uns derweilen die Appetitanreger am Tisch schmecken (Erdnüsse und Nachos) und bestellten unser Essen. Die Bilder könnt ihr euch im Album ansehen. Ich nahm ein halbes Hühnchen und bin dann draufgekommen, dass ich nicht weiß, wie man ein halbes Hühnchen eigentlich isst. :) Naja, ich schaffte sowieso nicht einmal die Hälfte – dafür war ich danach nicht sooo voll wie die anderen beiden. *g* Zum Nachtisch gabs noch einen Latte Macchiato und danach waren wir so freundlich und überließen unseren Tisch den nächsten. War aber wirklich ein gelungener Abend.



Morgen kommt Grace bei uns vorbei um zu lernen, wie man Kartoffelsalat zubereitet. Mal sehen, wie sie sich dabei so anstellt! Wünsche euch noch ein schönes Restwochenende!

Mittwoch, 2. April 2008

Back in Castellanza & Company Visit

Die Osterferien sind vorbei uns seit Montag befinde ich mich nun wieder in Castellanza. Gestern fand bereits mein erstes Exam statt und zwar in „Italian Level 3“. Wir mussten eigentlich nur einen Text lesen, Fragen beantworten und Sätze bilden. Etwas verwundert hat mich, dass wir das Wörterbuch verwenden durften. Also es war nicht wirklich schwierig für mich. Somit wäre der erste Kurs nun abgeschlossen (leider gibt’s dafür auch nur 2 Credits). Die Note gibt’s dann nächste Woche.

Was mich besonders freut ist, dass wir gleich am ersten Abend zu unserer Nachbarin marschierten und sie uns sofort den Schlüssel für die Wireless-Verbindung in die Hand drückte. Wir verfügen jetzt also endlich über Internet in der Wohnung, was für mich eine riesen Erleichterung ist. Das einzig komische ist, dass es nicht immer 100%ig funktioniert. Ich habe zwar einen super Empfang und seltsamerweise funktioniert mein Skype einwandfrei und zwar den ganzen Tag. Aber alle übrigen Seiten funktionieren nur am späteren Abend. Ich verstehe das zwar nicht ganz, weil bei Katrin nämlich alles funktioniert und zwar zu jeder Tageszeit (bei ihr allerdings nur, wenn sie auf dem Bett liegt – aber das liegt daran, dass sie nicht so einen guten Empfang mit ihrem Laptop hat). Am Windows Vista kanns ja wohl auch nicht liegen, sonst würde ja gar nichts funktionieren. Also kann ich eben nur am Abend ins Internet – aber immerhin habe ich ja mein Skype. :)

Heute haben wir an einer Firmenbesichtigung teilgenommen. Es handelte sich dabei um eine Textilfabrik mit dem Namen Mantero Seta, die sich in Como befindet. Diese Firma produziert eigentlich nur Accessoires aus Seide (Krawatten, Schals…) für ziemlich bekannte Firmen wie Lacroix, Pucci, Ferragamo etc. und eben Stoffe aus denen später Kleidung gemacht wird. Wir durften keine Fotos machen, da wir die neue Kollektion für die nächsten zwei Jahre sehen durften. In der Fabrik selbst sahen wir zuerst wie der Herstellungsprozess vonstatten geht – viel verstanden habe ich leider nicht, da wir 60 Personen waren und es relativ laut dort war. Aber immerhin habe ichs gesehen. Danach sind wir dann in den Store gefahren, wo fertige Ware von oben erwähnten Marken verkauft wurde. Ich hätte zwar einige schöne Schals gesehen, wollte dann aber doch nicht so viel Geld dafür ausgeben. Für einen Schal der neuesten Kollektion bezahlt man dort zwischen 100 und 200 Euro – und das ist noch preisgesenkt. Naja, wir hatten dann noch etwas Zeit und gingen im Zentrum von Como einen Kaffee trinken, der hier übrigens wirklich saubillig ist.


Jetzt sitze ich gerade in meinem Zimmer und ärgere mich, dass das Internet wieder einmal nicht richtig funktioniert. Draußen geht ziiiiiemlich heftig der Wind – ich hoffe nicht, dass das Wetter umschlägt. Morgen habe ich meinen letzten Vorlesungstag und danach habe ich geschlagene fünf Tage frei (wenn man das so sagen kann). Vielleicht werde ich einmal anfangen die Essays zu schreiben, muss ja auch einmal erledigt werden. Am Samstag fahren wir nach Mailand auf den Markt und am Abend werden wir wahrscheinlich essen gehen. Ich habe übrigens vor ein paar Tagen beschlossen, dass ich den Toskana-Trip doch nicht machen werde, da mir der Ablauf nicht wirklich zusagt. Stattdessen werde ich meinen Geburtstag gemütlich zu Hause feiern und das ist ja schon in etwas mehr als drei Wochen. Ihr werdet mich also doch noch einmal früher sehen als geplant. Ich würde mich aber trotzdem freuen, wenn mich der eine oder die andere hier besuchen kommen würde.

Bis bald!