Mittwoch, 28. Mai 2008

Time to say goodbye

Heute ist es soweit - die 4 Monate Italien sind vorbei. Die Sachen sind gepackt, die Wohnung geputzt und wir haben uns von allen verabschiedet. Jetzt werden wir noch die Schlüssel abgeben und dann gehts ab in die geliebte Heimat. Zusammenfassend kann ich sagen, dass es eine tolle Erfahrung war und ich viele neue Leute aus der ganzen Welt kennengelernt habe. Wenn ihr also einmal die Chance haben solltet, ein Auslandssemester zu absolvieren: go for it! :)

Freitag, 23. Mai 2008

L'ultima cena or the last supper

Da wir ja nun wirklich nicht mehr lange hier sind, haben wir beschlossen, heute noch einmal ein nettes Abendessen mit ein paar liebgewonnenen Freunden zu genießen. Wir waren insgesamt sieben Personen und zwar die zwei Schwedinnen Nina und Camilla, „the Mexican couple“ Astrid und José Luis, Grace aus Hong Kong, Katrin und ich. Da wir von einem guten Italiener namens "Piccola Amalfi" hier in der Nähe hörten, wollten wir diesen auch ausprobieren. Gottseidank waren wir relativ früh dort, denn wie sich später herausstellte, stand eine ziemliche Schlange draußen vor dem Restaurant als wir wieder gingen. Es war wirklich ein netter kleiner Italiener und die Speisen sahen alle vorzüglich aus. Ich aß dieses Mal das „Risotto primavera“ – was wirklich spitze war und als Nachspeise ein „Gelato affogato“ (Eis mit Kaffee). Der Abend war sehr gemütlich und lustig und natürlich wurden wieder einige Bilder geschossen, die dann später folgen werden. Ich denke, ich habe hier einige Freunde gefunden, mit denen ich auch in Kontakt bleiben werde und die ich ja dann in näherer Zukunft alle besuchen kann. Endgültig verabschieden mussten wir uns heute noch nicht, weil wir uns ja doch noch sehen werden in den nächsten vier Tagen. Jedenfalls werde ich das italienische Essen schon irgendwie vermissen (besonders mein geliebtes Eis)!


Diese Woche habe ich 2 Klausuren, eine Präsentation, eine mündliche "Prüfung" und ein Assignment hinter mich gebracht. Also fehlt jetzt nur mehr eine Prüfung am Dienstag - die letzte für dieses Semester!!

Lage: 4!

Samstag, 17. Mai 2008

Antikes Rom

Die zweite Nacht verlief gottseidank relativ ruhig, so konnten wir ein bisschen mehr Schlaf bekommen als die Nacht davor. Nach dem Frühstück verstauten wir unser Gepäck noch bei der Rezeption und gingen zu Fuß zum Kolosseum. Davor kamen wir noch bei den Kirchen Santa Maria Maggiore und S. Pietro in Vincoli vorbei. Die erste war leider abgesperrt und die zweite nicht sehr spektakulär. Überraschenderweise war auch dies nur mehr oder weniger ein Spaziergang – die Karte, die wir besaßen war nicht sehr realistisch, was die Distanzen angeht. Das imposante Kolosseum sah man schon von weitem und wir stellten uns gleich in die Schlange. Heute haben wir es mit dem Wetter besser erwischt, es war ziemlich warm. Nach einer guten halben Stunde anstehen, konnten wir hinein. Wir arbeiteten uns von oben nach unten durch – auch eine Ausstellung war inkludiert. Das Kolosseum ist wirklich eines der Highlights in Rom und absolut sehenswert – die Fotos vermitteln euch hoffentlich einen guten Einblick.


Der Konstantinsbogen befindet sich gleich nebenan und ist ebenfalls sehr spektakulär. Anschließend stand das Forum Romanum auf dem Programm, wo wir gottseidank nicht mehr anstehen mussten, da der Eintritt beim Kolosseum inkludiert war. Die Grünflächen mit den hohen Bäumen und den Ruinen beeindruckte mich sehr und wir verbrachten einige Zeit dort. Das Haus von Augustus befindet sich ebenfalls dort, die Wartezeit für die einzigen noch vorhandenen Zimmer war leider verschwendete Zeit, da es nicht viel zu sehen gab ,aber egal. Wir waren eh schon ziemlich erledigt – obwohl es erst kurz nach Mittag war. Aber auch heute waren wir mit dem Programm schneller durch als erwartet. Wir sahen uns noch den Zirkus Maximus an, der eigentlich nur noch aus einer riesigen Wiese mit einigen Stiegen mittendrin besteht. Danach fuhren wir mit der U-Bahn wieder zum Hauptbahnhof und holten unser Gepäck beim Hostel. Nach einem gemütlichen Kaffee in der Nähe des Bahnhofs und anschließend noch einem Eis, verging der Nachmittag recht gemütlich und um ca. 17:30 Uhr fuhren wir wieder mit der U-Bahn zur Endstation. Dort schlenderten wir noch auf dem Markt etwas herum und kurz bevor wir in den Bus zum Flughafen einsteigen wollten, passierte beinahe noch etwas. Ich hörte auf einmal einen Schrei hinter mir und als ich mich umdrehte, sah ich, dass jemand Andreas Geldtasche klauen wollte. Ein Junge rempelte sie auf der Treppe an und dann bemerkte sie eine fremde Hand an ihrer Tasche. Gottseidank war diese geschlossen und sie merkte es auch gleich und schrie. Das trieb die beiden in die Flucht. Nach diesem Schock waren wir froh, dass wir in den Bus einsteigen konnten. Dieser brachte uns zum Flughafen und dort setzten wir uns in die Nähe des Gates.


Leider hatten wir einige Verspätung und der Flug war mehr als unangenehm. Schon von Beginn an gab es Turbulenzen aufgrund des Wetters. Das hielt auch den gesamten Flug an, der aber gottseidank nur eine Stunde dauerte. Da wir wieder Zeit aufholten, kamen wir bei regnerischem Wetter um ca. halb 10 Uhr abends an. Jetzt mussten wir nur noch die einstündige Autofahrt hinter uns bringen und um 23:00 Uhr konnten wir endlich todmüde ins Bett fallen.Alles in allem hat mir Rom sehr gut gefallen und ich bin froh, dass ich dort war!

Lage: 10!

Freitag, 16. Mai 2008

Vatikan & Rome in general

Nach einer ziemlich lauten und unruhigen Nacht standen wir nicht sehr ausgeruht um 8 Uhr auf und nahmen unser Frühstück ein. Danach machten wir uns auf zum Vatikan. Leider erwischten wir genau die Rush-Hour (und das um halb 10 Uhr vormittags) – und so konnten wir erst in die 4. U-Bahn einsteigen. Von Platz zum Stehen konnte allerdings nicht die Rede sein. Wir liefen dann den Menschenmassen nach zum Vatikan und machten uns anfangs noch lustig darüber, warum denn alle in dieser wahnsinnslangen Schlange anstehen. Wir entschlossen uns nämlich nicht in die Vatikanischen Museen zu gehen, da man da wirklich lange anstehen muss (die befanden sich allerdings wo anders). Um die Sixtinische Kapelle tat es uns wirklich leid, aber das ging sich einfach nicht aus. Nach einiger Zeit erschlich uns die Ahnung, dass die Schlange vielleicht für die Basilika sein könnte und nach dem wir nachfragten, bewahrheitete sich dies leider. Gottseidank ging es wirklich schnell voran und nach ca. 45 Minuten waren wir dann im Petersdom drin. Der Platz und der Dom sind wirklich sehenswert – leider war uns das Wetter nicht sehr gnädig. Es war eigentlich ziemlich kalt und windig.


Da wir dieses Programm also schon mittags absolviert hatten, machten wir uns auf den Weg zu einem Rundgang. Wir wollten alles zu Fuß erledigen, was wir am Abend dann büßen mussten. Wir gingen zuerst zum Castel del Angelo und der dazugehörigen Engelsbrücke. Dort fanden leider gerade irgendwelche Aufbauarbeiten für ein Konzert statt. Der Eintritt zum Museum war uns zu teuer, also liefen wir nur drum herum. Anschließend genossen wir einen Kaffee in einem kleinen typischen Laden. Weiter gings zum Piazza del Popolo mit den Zwillingskirchen. Auch dort wurde gerade alles für irgendeine Festivität vorbereitet – Polizisten aus allen Herrenländern waren vor Ort. Wir schauten uns eine der nahezu identischen Kirchen an und gingen anschließend auf die Anhöhe hinauf um den Blick über Rom zu genießen. Nach ca. 20 Minuten Gehzeit kamen wir wieder zur Spanischen Treppe – dieses Mal bei Tageslicht. Spektakulärer war es allerdings wirklich am Abend – aber die Menschenmengen waren die gleichen. Wir setzten unsere Tour fort und als nächstes stand der Fontana di Trevi an. Ein wirklich beeindruckender Brunnen, der allerdings durch die viel zu vielen Menschen etwas von seiner Pracht verliert. Wir aßen dort ein obligatorisches Gelato und warfen natürlichen – wie es der Aberglaube verlangt – ein Geldstück in den Brunnen. Anschließend erklommen wir den nächsten der „sieben Hügel Roms“ (angeblich den höchsten) und landeten beim Piazza del Quirinale. Dort befindet sich ein Palast (der Sitz des Staatspräsidenten), ein Platz mit Brunnen und Obelisk und auch eine Kirche und ein Park. Das letzte Ziel des Tages war der Piazza della Repubblica mit dem Najadenbrunnen, der allerdings durch den vielen Verkehr ebenfalls etwas von seiner Schönheit lassen musste. Ziemlich erschöpft kamen wir dann gegen Abend im Hostel an und ruhten uns kurz aus, bevor wir uns aufmachten um Essen zu gehen.

Natürlich musste es ein typischer Italiener sein und da mussten wir auch nicht lange suchen. Ich aß dort die dünnste Pizza meines bisherigen Lebens – wirklich nur einige Millimeter dick und sehr sehr gut. Der Kellner hatte anscheinend einen Narren an uns gefressen und sprach die ganze Zeit mit und – auf Italienisch, Englisch und Deutsch. Außerdem redete uns ein Amerikaner an, der bei der Navy ist und drei Jahre in Neapel verbringt. Er wollte uns wohl dazu überreden mit ihm durch die Clubs zu ziehen, aber als er hörte, dass wir aus Österreich sind und wohl nicht so sehr auf das Militär stehen, wie vielleicht manche andere Nationen, unterhielt er uns nur ein Weilchen mit uns. Er war überrascht, dass wir „so gut“ Englisch reden konnten. Der Abend verlief also sehr gemütlich und endete aufgrund der Fußschmerzen auch relativ früh im Hostel.

Donnerstag, 15. Mai 2008

Rom - we're coming!

Heute 15:00 Uhr ging die Reise in die Hauptstadt los. Andrea kam vorbei uns wir drei Österreicherinnen machten uns auf den Weg zum Flughafen. Nach einer guten Stunde Fahrt stellten wir das Auto am Flughafen ab und begaben uns zum Gate. So ein Web-Check-In hat zwar seine Vorteile, aber Wartezeiten hatten wir trotzdem immer noch genügend. Der Flug verlief problemlos und wir kamen um 18:30 in Rom an. Wir erwischten gleich den ersten Bus zur U-Bahn und fuhren anschließend weiter mit dieser zum Hauptbahnhof. Dort verließen wir das Gebäude und mussten erst einmal unser Hostel finden. Wir wollten sofort wieder weiter und uns die Spanische Treppe bei abendlichem Flair ansehen. Nach 10 Minuten hatten wir das Hostel auch gefunden – oder sollte ich eher sagen: den Hostelkomplex? In der ganzen Straße gab es bestimmt an die 50-100 Hostels und alleine in unserem Gebäude gab es auf jedem Stock drei Eingänge zu jeweils verschiedenen Hostels – relativ komisch… :)

Aus dem gebuchten 6-Bett-Zimmer wurde dann gottseidank ein 4-Bett-Zimmer, das uns dreien für die nächsten zwei Nächte allerdings alleine gehören sollte. Bis auf die Klos am Gang hat es eigentlich ganz gut gepasst. Wir schmissen also unser Zeug ins Zimmer und fuhren schnell mit der U-Bahn zur Station Spagna. Von einer Italienerin erfuhren wir, dass die mikrigen zwei U-Bahn-Linien in Rom nur bis 10 Uhr fahren.

Lang blieb uns also nicht Zeit – aber die Atmosphäre am Piazza di Spagna war wirklich beeindruckend. Die Stiege war zwar komplett überfüllt, wir fanden aber nach einem kurzen Abstecher in die Kirche (Trinità dei Monti) trotzdem noch einen Platz zum Sitzen. Wir wurden auch gleich von allen Seiten von den unterschiedlichsten Leuten angesprochen – also ein guter Platz zum Leute kennenlernen. Nach einer Weile war es auch schon wieder fast 10 Uhr und wir machten uns auf den Weg zur U-Bahn. Zuerst liefen wir leider ein gutes Stück in die falsche Richtung (komisch kam es uns schon vor, dass wir die einzigen Menschen dort waren *g*) – das sollte allerdings so gut wie das einzige Mal sein, dass wir uns verliefen. Die letzte Bahn erwischten wir gerade noch so und somit war der erste Abend in Rom auch schon wieder beendet.

Sonntag, 11. Mai 2008

Sonne, Park & Eis essen

Das Wochenende ist wieder vorbei und da es jetzt endlich schön wird hier in Castellanza, habe ich einige Zeit damit verbracht, mit Andrea im Park zu liegen und die Sonne zu genießen. Unter der Woche ist nicht viel Aufregendes passiert - außer einigen anstrengenden Vorlesungen... Samstag, Sonntag hatte ich sozusagen sturmfrei, da Katrin mit einigen anderen für zwei Tage weggefahren ist. Ich habe die Zeit also hauptsächlich mit Andrea verbracht. Außerdem musste ein Assignment erledigt werden. Somit fehlen jetzt nur noch ein Assignment, 2 Präsentationen und 3 Klausuren, die in den nächsten 2,5 Wochen stattfinden werden. In der Sonne kann es hier schon ziemlich heiß werden und auch in der Nacht ist es nicht sehr angenehm zum Schlafen. Am Samstag erlebte ich mein erstes Wärmegewitter hier. Heute war es leider eher bewölkt, aber die Temperaturen sind trotzdem angenehm. Am Donnerstag gehts ab nach Rom - ich werde mich also am Sonntag wieder melden (hoffentlich mit vielen Bildern)! Bis dahin alles Liebe!

Lage: 16

Montag, 5. Mai 2008

Back in Castellanza – Countdown läuft

Hallo Leute,

sorry, dass ich mich schon so lange nicht mehr gemeldet habe. Aber nachdem ich am Dienstag, den 27.4.08 noch eine ziemlich blöde Zwischenklausur hinter mich gebracht hatte, bin ich am Mittwoch in der Früh mit dem Zug losgefahren nach Hause. Katrin hat mich um halb 8 zum Bahnhof gebracht und ich bin dann nach Mailand, von dort mit der U-Bahn zum Hauptbahnhof und dann weiter nach Jenbach. Meine Verkühlung, die ich bis dahin mit mir herumschleppte, konnte ich gottseidank zu Hause auskurieren. Außerdem verbrachte ich meinen Geburtstag und einige schöne Tage mit meinen Liebsten. Auf diesem Wege möchte ich mich noch einmal bei meinem Freund und allen anderen Beteiligten für meine nette Geburtstagsüberraschung bedanken. Die Zeit zu Hause verging leider viel zu schnell und gestern, am 4.4.08, bin ich um 1 Uhr mittags wieder von Jenbach abgefahren. Leider hatte ich mich einige Tage zuvor schon wieder verkühlt und musste nun zum zweiten Mal eine anstrengende Reise mit dem Zug überstehen. Ich hatte mir nicht unbedingt den besten Tag zum Reisen ausgesucht, weil natürlich alle von ihren Kurztrips wieder nach Hause zurückgekehrt sind. Beim ersten Zug fehlte einfach ein Waggon, was ziemliche Probleme mit den Reservierungen hervorrief. Nach langen vier Stunden musste ich in Verona umsteigen, wo der Anschlusszug leider eine halbe Stunde Verspätung hatte. Ich hatte auch keine Reservierung mehr und der Zug war mehr als voll. Ungefähr genauso viele wie gesessen sind, sind auch gestanden (ich unter den Glücklichen). Bei jeder Haltestelle stiegen noch mehr Menschen ein und ich fühlte mich wirklich wie in einer Sardinenbüchse. Nach diesen anstrengenden 1,5 Stunden beeilte ich mich zur U-Bahn um den Zug nach Castellanza noch zu erreichen. Es ging sich gottseidank alles aus und ich musste dann nur noch meinen Koffer zur Wohnung ziehen. Meine Verkühlung ist natürlich schlimmer geworden und momentan fühle ich mich ziemlich angeschlagen. Ich hoffe, dass das bald wieder vergeht. Zu Hause habe ich ja einiges für die Uni geschafft, aber vieles ist noch offen. Die nächsten drei Wochen werden also noch etwas anstrengend werden, aber dann ist dieses Semester auch geschafft.

Lage: 22