Mit Ausschlafen war’s mal wieder nichts, denn die Kirchenglocken weckten mich bereits um 6 Uhr, dann um 8 und um 9 bin ich dann doch aufgestanden, weil sie mir zu lästig wurden. Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir um 12 Uhr Grace (Hong Kong) und Camilla (SE) abholen. Der Weg zum Outlet-Center ließ sich leicht finden, leider mussten wir allerdings an der Schweizer Grenze 30 Euro für eine Jahresvignette bezahlen, da es keine Tages- oder Wochenvignette gibt. Wir hätten vielleicht früher dran denken können, dass man wohl in der Schweiz auch etwas für die Benützung der Autobahn bezahlen muss. Rentiert hat sich’s nicht wirklich, da wir nur einige Kilometer fahren mussten bis wir beim Outlet angekommen waren. Müssen wir eben noch einmal dorthin, damit sich die Vignette auch auszahlt.
Uns erwartete ein 4-stöckiges Gebäude voller Top-Marken wie Armani, Gucci, Lacoste, Prada, Dior, Dolce & Gabbana… weiters Diesel, Pepe Jeans, Tommy Hilfiger, Puma, Lee, Replay… und viele mehr! Da wir nicht richtig wussten, wo wir denn mit unserer Shoppingtour beginnen sollten, starteten wir einfach im Puma-Shop. Dort fing es schon ganz gut an, ich kaufte mir nämlich gleich drei verbilligte T-Shirts. An der Kasse musste ich mich dann entscheiden, ob ich mit Schweizer Franken oder Euro bezahlen wollte (Bankomat) – eine weitere Sache, an die ich im Vorhinein keinen Gedanken verschwendete. Ich glaubte also der Verkäuferin, die mir riet mit Franken zu bezahlen – ich hoffe, sie hat mich nicht beschissen. :) Wir setzten also unseren Weg fort, der für mich dann leider nicht mehr ganz so erfolgreich war. Es blieb nämlich bei meinen drei Puma-Shirts. Es gab natürlich einige tolle Sachen, die ich mir hätte kaufen können, allerdings überstieg das meiste doch etwas mein Preisbudget. Zum Mittagessen genehmigten wir uns eine Pizza im Fox Grill und anschließen natürlich eine Portion Eis. Habe ich schon erwähnt, dass ich es komisch finde, dass man in Österreich pro Kugel Eis bezahlt und hier einfach nur für die Größe der Tüte?
Also gut, mit unserer Beute machten wir uns dann so gegen halb 6 auf nach Hause. Kauf waren wir an der Autobahnauffahrt angekommen, hörten wir so ein komisches Geräusch bei einem der hinteren Reifen. Wir blieben also sofort mitten auf der Sperrfläche und zwischen zwei Auffahrten stehen um nachzusehen. Und tatsächlich, wir hatten einen Platten hinten rechts. Vor zwei Tagen ging Katrin noch extra den Luftdruck messen und der Mann an der Tankstelle füllte ihr überall Luft nach. Gestern auf der Heimfahrt von Bormio hörten wir allerdings auch schon so komische Geräusche und der schlechte Zustand von Italiens Straßen (ja ich weiß, der Dativ ist dem Genitiv sein Tod) trug wohl auch noch seinen Teil dazu bei, dass der Reifen jetzt leider hinüber ist. Da keiner der sonst so freundlichen Italiener Anstalten machte uns zu helfen (sogar zwei Polizeiautos fuhren vorbei), mussten Katrin selbst ran und wechselte in nicht ganz ungefährlicher Position den Reifen. Ziemlich zum Schluss blieb dann doch noch ein sehr freundlicher älterer Herr stehen bzw. fuhr er ein paar Meter rückwärts um uns zu fragen ob wir alles im Griff hätten. Da war der Reifen allerdings schon gewechselt und er fuhr wieder weiter. Wir machten uns jetzt mit unserem Ersatzreifen auf nach Hause und hofften inbrünstig, dass sie uns nicht an der Grenze aufhalten würden. Nichts dergleichen passierte aber und wir konnten so bei Regen und Wetterleuchten unsere Heimreise antreten. Kurz vorm Ziel fing es dann zu guter Letzt noch an zu hageln, was unseren Shoppingausflug wunderschön abrundete. :) Der Tag verlief also nicht ganz reibungslos, aber wir werden uns dort trotzdem wieder blicken lassen – jetzt wo wir ja schon über die Vignette verfügen.
Wir hoffen jetzt bloß noch, dass uns einer der italienischen Studenten mit dem Reifen weiterhelfen kann. Da wir ja am Mittwoch nach Hause fahren und wir mit diesem Ersatzreifen eigentlich nicht so weit fahren sollten, hoffen wir, dass wir uns einen oder zwei Reifen ausleihen können. Ziemlich ärgerlich ist die Situation trotzdem, denn wenn Katrin ihre Sommerreifen jetzt hier kaufen muss, muss sie ebenfalls die Felgen kaufen, die sie eigentlich zu Hause hätte. Also wünscht uns Glück, dass uns jemand weiterhelfen kann!
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