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Birthday Party & Uptown
Gestern hat wieder ein neuer Kurs begonnen und zwar der letzte neue: Topics in Development Economics. Dieses Jahr geht es um Country Risk Management. Eigentlich nicht so uninteressant, nur die Lektorin verlangt wahnsinnig viel Mitarbeit von uns. Dafür müssen wir aber nur ein final paper und keine Klausur schreiben.
Heute am Nachmittag erwartete mich eine freudige Überraschung als ich nach Hause kam: Ein Zettel mit der Ankündigung, dass mein Paket, auf das ich schon über eine Woche wartete, endlich da ist. Ich wollte mich schon auf zum Postamt machen, dann läutete es allerdings an der Tür und der Paketlieferant brachte mein Päckchen das zweite Mal persönlich vorbei. Er fragte mich nur, ob ich Vormittag nicht zu Hause gewesen wäre. Jetzt ist mein Care Paket sicher angekommen und wir können uns über gute österreichische Soßenbasen freuen. *g* Danach haben wir uns mit einigen Mädels getroffen um die Gelateria in Castellanza auszuprobieren. Das Eis war wieder – wie überall hier in Italien – einfach himmlisch. :) Obwohl wir uns beim Verspeisen im Park „den Hintern abgefroren haben“ – da das Wetter plötzlich umschlug. Um uns dann wieder aufzuwärmen, lud uns Lilla (HU) zu sich in die Wohnung ein um einen Tee zu trinken à super Kombi! Katrin und ich hatten leider um 5 Uhr noch eine Vorlesung und deshalb mussten wir uns bei ziemlichen Windstärken noch auf zur Uni machen. Nach zwei Stunden fing es dann auch zu regnen an und der Heimweg gestaltete sich trotz Schirm als etwas unangenehm.
Auf jeden Fall, kaum zu Hause angekommen, mussten wir uns schon wieder fertig machen. Einer der Mexikaner (José Luis) hatte nämlich Geburtstag und wir waren bei ihnen zu Hause eingeladen. Es war ganz gemütlich: Wir aßen Chips, unterhielten uns, mussten eine echt mexikanische Tequila-Runde über uns ergehen lassen – zuerst Salz ablecken, dann Tequila trinken, dann Zitrone in den Mund (ich konnte mich da irgendwie durchmogeln, da jeder so mit dem Trinkritus beschäftigt war), lernten Salsa tanzen und bekamen Pasta serviert. Als dann die Schokolade-Geburtstagstorte mit den Kerzen kam, artete es allerdings ein bisschen aus. Einer mexikanischen Tradition zu folge wird nämlich der Kuchen nach dem Kerzen Ausblasen dem Jubilar ins Gesicht gedrückt(normalerweise passiert das allerdings nicht mit einer Schokoladentorte, sondern einer speziellen Cremetorte). Gesagt, getan: Eine Mexikanerin legte sich ziemlich ins Zeug, damit sie ihm den ganzen Kuchen ins Gesicht schmieren konnte und wie konnte es anders sein… natürlich bekamen wir alle etwas ab (wir waren in etwa 15 Personen). Ich möchte heute nicht diejenige sein, die den Fußboden putzen muss. Die ganze Wohnung war ein Chaos – es gab kein sauberes Fleckchen mehr und ich glaube, dass sogar die Wand etwas abbekommen hat.
Wie ich später erfahren habe, ist der Vermieter ziemlich sauer (wie konnte es anders sein, wenn 15 Personen in einem Wohnblock bis halb 12 eine laute Party feiern). Nachdem sich die Hälfte von uns umgezogen hatte (mich hat es nur im Gesicht erwischt), trafen wir uns in der Uptown Bar wieder. Dort feierten wir nach bis halb 2 weiter und ich musste die unangenehme Bekanntschaft mit einem Spanier machen, dem ich bis jetzt immer aus dem Weg gehen konnte. Das erste was er sagte war, dass seine Zimmernummer 525 ist und ich jederzeit kommen kann, wenn mir langweilig ist. Ich wusste zwar davor schon, dass dieser Typ ein „…“ ist (Männer sind ziemlich durchschaubar *g*), aber er musste mich ja noch 15 Minuten damit zutexten, dass ein Auslandssemester nur dazu da ist um sich voll und ganz dem Alkohol hinzugeben, bla bla bla… Ich bin dann einfach aufgestanden und gegangen. Kurz darauf bezeichnete er mich als „ein bisschen unsympathisch“ – aber da das auf Gegenseitigkeit beruht, juckt mich das nicht sehr und für die nächsten 3 Monate werde ich wohl kein Wort mehr mit dem Typen wechseln müssen.
Übrigens, ab Montag werde ich wöchentlich einen Aerobickurs besuchen, der zwar eigentlich nur für diejenigen gedacht ist, die am Campus wohnen. Aber da das niemanden kümmert, habe ich nun eine willkommene Gelegenheit um die zu mir genommenen Kalorien wieder abzutrainieren.
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