Samstag, 1. März 2008

Varese

Heute Morgen um 10 Uhr ging’s zu fünft los in die Hauptstadt (der Provinz). Varese ist mit seinen 83.000 Einwohnern schon etwas größer als Castellanza. Wir – das waren Katrin (die Fahrerin), Grace (die Chinesin), Camilla (Schweden), Nina (Schweden) und ich – parkten das Auto in der Tiefgarage des Einkaufszentrums, das sich im Zentrum der Stadt befindet. Diese Gelegenheit nutzten wir gleich um etwas durch die Geschäfte zu stöbern. Die Einkaufshalle war relativ groß, es gab sogar einen kleinen Eislaufplatz mitten im Gebäude. Nachdem wir genug gesehen hatten, machten wir uns auf in die Stadt. Da wir den Weg zu den wenigen Sehenswürdigkeiten nicht wussten, mussten wir gleich mal nach dem Weg fragen – aber hier sind eh alle so freundlich. Wir machten uns also auf zu einem wunderschönen Park (Giardini Estensi e Parco Mirabello), wo gerade eine Hochzeit mit vier Brautjungfern stattfand. Der Park war wirklich wunderschön, aber leider war der riesige Brunnen ohne Wasser (einige von euch wissen vielleicht, wie sehr ich Brunnen liebe *g*). Einige Zeit später wurden wir hungrig, deshalb suchten wir ein Lokal, wo wir essen konnten. Zuerst streiften wir eine halbe Stunde durch die Stadt – es gibt wahnsinnig viele Delikatess- und Süßwarenläden dort. Schließlich wurden wir doch noch fündig und speisten ziemlich günstig. Leider war ich mit der Qualität nicht so richtig zufrieden, aber immerhin war es billig. :) Als wir das Lokal wieder verließen, fing endlich die Sonne an zu scheinen und es wurde ziemlich warm.

Natürlich mussten wir uns gleich ein Eis kaufen – übrigens mein erstes seit ich hier bin (also seit 4 Wochen). Habe ich schon erwähnt, dass ich Eis liebe… *g* Das köstliche Eis verspeisten wir dann bei einem Brunnen (der nebenbei erwähnt über Wasser verfügte) und genossen die Sonne. Außerdem formte sich dort gerade eine Menschenmasse zu einer Demonstration zusammen (keine Ahnung worum es ging). Wir fünf machten und dann wieder auf den Weg und schlenderten noch ca. eine Stunde durch die Stadt, vorbei an einigen schönen Häusern und Villen. Leider konnten wir die Kirche mit den menschengroßen Terrakotta-Figuren nicht finden, aber die war wohl etwas weiter außerhalb. Da aber sowieso ziemlich der Wind ging (der Sturm hat wohl nicht nur Österreich gestreift), gingen wir langsam wieder zurück zum Auto. Um halb 5 sind wir schon wieder zu Hause angekommen.

Um 7 Uhr waren wir dann zum Pizza Essen am Campus in den Residence Halls verabredet. Wir waren etwas mehr als erwartet – schlussendlich bestellten wir 21 Pizzas. Eine ganze Pizza um 5 Euro bekommt man bei uns selten… Die Wartezeit von einer dreiviertel Stunde verbrachten wir zu 8. in dem Zimmer einer Mexikanerin (Laura) und einer Holländerin (Jessica) und hörten uns ihre Anekdoten aus Paris an, wo sie die Woche vorher verbrachten. Die Pizza verspeisten wir dann im Gemeinschaftsraum und kurz darauf machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause um uns umzuziehen, da einige noch vorhatten in eine Bar zu gehen. Ich blieb dann allerdings doch zu Hause, da ich mich nicht nach ausgehen fühlte. Morgen ist ja Sonntag und da heißt es dann ausschlafen und eine Menge Zeugs für die Uni erledigen!

Ps: Wir denken darüber nach, ob wir übernächstes Wochenende nach Bormio fahren, um uns die Abschlussrennen des Schiweltcups anzusehen. Obwohl wir auch das Angebot bekommen hätten nach Athen zu fliegen – 160 Euro für den Flug und 50 Euro fürs Hostel. Wäre relativ preiswert für fünf Tage, aber da ich sowieso im Sommer nach Rhodos fliege, wird wohl eher Bormio das Rennen machen!!

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