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Kino auf Italienisch
Ich bin heute ganz gemütlich in meinem Zimmer gesessen und plötzlich läutet mein Handy. Spannend… Es war Lilla (Ungarn), die wissen wollte, ob Katrin und ich mit ihr und den zwei Italienern Cesare und Andrea, die hier für 6 Monate ihren Master machen, ins Kino gehen wollten. Wir sagten zu, sprangen noch schnell unter die Dusche und trafen uns dann um halb 8 mit Cesare. Nachdem wir noch kurz auf Andrea warteten, der immer noch auf der Uni war (braver Student), fuhren wir mit seinem Auto los nach Legnano (das ist die Nachbarstadt). Es stellte sich schnell heraus, dass wir uns hier in der Gegend besser auskennen als die beiden Italiener. Nach einigen Runden in so ziemlich jedem Kreisverkehr und einem Telefonat fanden wir schließlich das Kino (Multiplex), das sich innerhalb eines ziemlich großen Einkaufszentrums befindet. Legnano ist wirklich nett und dort ist viel mehr los als bei uns in Castellanza – dh. in Zukunft werden wir dort wohl öfter sein. Wir gingen also hinein uns suchten uns einen Film aus. Da ich so ziemlich die einzige war, die etwas anderes sehen wollte als die anderen, musste ich mich wohl oder übel der Mehrheit beugen und so gewann der Film mit dem vielversprechenden Namen „Rec“. Wir kauften uns also die Karten um 5 Euro – das System hier ist ähnlich wie bei uns im Cineplexx. Unter der Woche bezahlt man so um die 5 Euro und am Wochenende eben mehr. Da wir noch etwas Zeit hatten und die Jungs hungrig waren, statteten wir dem amerikanischen Lokal „Crazy Bull“ einen kurzen Besuch ab und aßen dort einen Burger. Das war wirklich ein netter Laden, der uns wahrscheinlich auch wieder sehen wird, so wie die zahlreichen Shops in diesem Gebäude. :) Aber zurück zum Film: So wie immer, wenn jemand anderes den Film für mich aussucht, war es leider auch diesmal ein kompletter Reinfall (erinnert ihr euch noch an „Bulletproof Monk“? – kommt ziemlich nahe dran). Für mich jedenfalls, die anderen schienen nicht so abgeneigt gewesen zu sein. Auf jeden Fall erinnerte mich dieser Streifen ziemlich an „Blair Witch Project“ – zumindest war es die gleiche Kameraführung. Das heißt also 1,5 Stunden lang kein klares, sondern ständig nur ein verwackeltes Bild. Man konnte deshalb zu keiner Zeit irgendetwas richtig erkennen. Es fing schon mal damit an, dass ich nicht mitbekam, dass der Film schon begonnen hat, da es für mich nach einer billigen Werbung aussah. Naja, jedenfalls ging es wieder einmal um Menschen, die sich langsam zu Zombies entwickelten. Der gesamte Film spielte sich in einem Gebäude ab, das samt Menschen (Bewohner des Hauses, Polizei, Feuerwehrleute, Filmteam) darin unter Quarantäne gestellt wurde. Das Ganze deshalb, weil ein Hund aus diesem Gebäude krank war und sich herausstellte, dass sein Blut irgendwie infiziert war – er wurde aggressiv und das hat sich natürlich auf die Menschen übertragen. Die Krankheit verbreitete sich natürlich rasend in dem Gebäude – immer, wenn jemand von einem Infizierten gebissen wurde. Am Schluss blieb keiner mehr übrig. Manche Szenen sind zwar für mich unverständlich geblieben (aufgrund der fremden Sprache, wie ich meine), aber ich wollte nicht nachfragen, da mich der Film ziemlich angeödet hat. Wenigstens hat er nicht lange gedauert und fürs Sprachtraining wars wohl auch nicht so schlecht. Ich habe erstaunlicherweise vieles verstanden.

Nächstes Mal werde hoffentlich ich den Film aussuchen, denn dann wird es sicher ein Hollywood Blockbuster werden. Die Jungs wollten uns zwar ständig eine italienische Komödie einreden, aber Lilla und Katrin befürchteten, dass sie die Jokes nicht verstehen. Die Auswahl an Filmen war gar nicht so schlecht. „Sweeney Todd“ wäre unter meinen Favoriten gewesen, aber auch die anderen haben nicht so schlecht geklungen. Also mal schauen, ob ich mir nochmal einen Film auf Italienisch geben werde!
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