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Vatikan & Rome in general
Nach einer ziemlich lauten und unruhigen Nacht standen wir nicht sehr ausgeruht um 8 Uhr auf und nahmen unser Frühstück ein. Danach machten wir uns auf zum Vatikan. Leider erwischten wir genau die Rush-Hour (und das um halb 10 Uhr vormittags) – und so konnten wir erst in die 4. U-Bahn einsteigen. Von Platz zum Stehen konnte allerdings nicht die Rede sein. Wir liefen dann den Menschenmassen nach zum Vatikan und machten uns anfangs noch lustig darüber, warum denn alle in dieser wahnsinnslangen Schlange anstehen. Wir entschlossen uns nämlich nicht in die Vatikanischen Museen zu gehen, da man da wirklich lange anstehen muss (die befanden sich allerdings wo anders). Um die Sixtinische Kapelle tat es uns wirklich leid, aber das ging sich einfach nicht aus. Nach einiger Zeit erschlich uns die Ahnung, dass die Schlange vie
lleicht für die Basilika sein könnte und nach dem wir nachfragten, bewahrheitete sich dies leider. Gottseidank ging es wirklich schnell voran und nach ca. 45 Minuten waren wir dann im Petersdom drin. Der Platz und der Dom sind wirklich sehenswert – leider war uns das Wetter nicht sehr gnädig. Es war eigentlich ziemlich kalt und windig.
Da wir dieses Programm also schon mittags absolviert hatten, machten wir uns auf den Weg zu einem Rundgang. Wir wollten alles zu Fuß erledigen, was wir am Abend dann büßen mussten. Wir gingen zuerst zum Castel del Angelo und der dazugehörigen Engelsbrücke. Dort fanden leider gerade irgendwelche Aufbauarbeiten für ein Konzert statt. Der Eintritt zum Museum war uns zu teuer, also liefen wir nur drum herum. Anschließend genossen wir einen Kaffee in einem kleinen typischen Laden. Weiter gings zum Piazza del Popolo mit den Zwillingskirchen. Auch dort wurde gerade alles für irgendeine Festivität vorbereitet – Polizisten aus allen Herrenländern waren vor Ort. Wir schauten uns eine der nahezu identischen Kirchen an und gingen anschließend auf die Anhöhe hinauf um den Blick über Rom zu genießen. Nach ca. 20 Minuten Gehzeit kamen wir wieder zur Spanischen Treppe – dieses Mal bei Tageslicht. Spektakulärer war es allerdings wirklich am Abend – aber die Menschenmengen waren die gleichen. Wir setzten unsere Tour
fort und als nächstes stand der Fontana di Trevi an. Ein wirklich beeindruckender Brunnen, der allerdings durch die viel zu vielen Menschen etwas von seiner Pracht verliert. Wir aßen dort ein obligatorisches Gelato und warfen natürlichen – wie es der Aberglaube verlangt – ein Geldstück in den Brunnen. Anschließend erklommen wir den nächsten der „sieben Hügel Roms“ (angeblich den höchsten) und landeten beim Piazza del Quirinale. Dort befindet sich ein Palast (der Sitz des Staatspräsidenten), ein Platz mit Brunnen und Obelisk und auch eine Kirche und ein Park. Das letzte Ziel des Tages war der Piazza della Repubblica mit dem Najadenbrunnen, der allerdings durch den vielen Verkehr ebenfalls etwas von seiner Schönheit lassen musste. Ziemlich erschöpft kamen wir dann gegen Abend im Hostel an und ruhten uns kurz aus, bevor wir uns aufmachten um Essen zu gehen.
Natürlich musste es ein typischer Italiener sein und da mussten wir auch nicht lange suchen. Ich aß dort die dünnste Pizza meines bisherigen Lebens – wirklich nur einige Millimeter dick und sehr sehr gut. Der Kellner hatte anscheinend einen Narren an uns gefressen und sprach die ganze Zeit mit und – auf Italienisch, Englisch und Deutsch. Außerdem redete uns ein Amerikaner an, der bei der Navy ist und drei Jahre in Neapel verbringt. Er wollte uns wohl dazu überreden mit ihm durch die Clubs zu ziehen, aber als er hörte, dass wir aus Österreich sind und wohl nicht so sehr auf das Militär stehen, wie vielleicht manche andere Nationen, unterhielt er uns nur ein Weilchen mit uns. Er war überrascht, dass wir „so gut“ Englisch reden konnten. Der Abend verlief also sehr gemütlich und endete aufgrund der Fußschmerzen auch relativ früh im Hostel.
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