Also heute startete einer unserer Kurse und zwar Economic Policy. Im Prinzip ist der ganze Kurs nur eine Wiederholung von dem, was ich sowieso schon zweimal gelernt habe, aber er geht etwas mehr auf Makroökonomie ein (was mich eigentlich mehr interessiert) und bisher haben wir uns eher auf Mikroökonomie konzentriert. Die Professorin spricht eigentlich ein gutes Englisch, zumindest verstehe ich alles. Es sitzen auch relativ viele Italiener in diesem Kurs, also lernen wir auch ein paar von denen kennen.Nach einer ausgiebigen Shoppingtour im Supermarkt und zwei Stunden Italienischkurs trafen wir uns mit Andrea (AT) und Lilla (HU) in deren Zimmer. Camilla (SE) und Heidi (FI) waren auch da und wir saßen kurz zusammen bevor wir zur Uptown Bar gingen, um dort mit allen anderen zu essen. Es handelt sich dabei um eine nette 2-stöckige Bar (nicht zu riesig) gleich neben dem Campus. Dort gibt es Cocktails jeglicher Art und zu essen gab es Tortellini, Lasagne, Pizza… Was das Herz eben begehrt (und das umsonst *g*). Wir saßen also alle nett beisammen und ich lernte wieder einige neue Leute kennen. Ich redete auch mit zwei Italienern aus meinem Economic Policy Kurs und die erklärten mir, dass eigentlich nur die Italiener aus dem Süden so aggressiv und aufdringlich sind. Naja, mal sehen, aber sie schienen ganz nett zu sein.
Außerdem hätte ich die Möglichkeit gehabt morgen nach Paris zu fliegen – für eine ganze Woche (und gar nicht teuer). Leider musste ich absagen, da ich so viele Kurse habe. Ein paar andere fahren nach Rom am Donnerstag, aber auch da kann ich leider nicht dabei sein. Aber da vom Erasmus Network hier sowieso noch einiges organisiert wird, ist das nicht so schlimm. Um ca. halb 2 machten wir uns dann zu dritt auf den Heimweg (Katrin, Sarah (Iceland) und ich), da sonst fast keiner mehr da war. Übrigens: wusstet ihr, dass es in Island keine Züge gibt?? Strange… Sie und ihr Freund trauten sich zu Anfang gar nicht in den Zug hier einzusteigen, haben es dann aber trotzdem probiert. :)
Heute, Mittwoch, haben wir keinen Kurs und deswegen sitzen wir gerade in der Uni beim Internetsurfen. Wir wollten eigentlich zu einem Treffen mit einer der Damen aus dem International Office gehen (weil wir einige Überschneidungen bei den Kursen haben), aber es stellte sich heraus, dass die uns gar nicht weiterhelfen. Wir müssen angeblich Kurse tauschen, aber da wir das schon bei einem Kurs getan haben und keine weiteren tauschen werden, müssen wir wohl mit den Professoren reden, ob wir manchmal fehlen können. Wird wohl hier kein Problem sein…
Heute werden wir noch zu einem Supermarkt im Nachbarort fahren, um zu schauen, ob es da billiger ist und dann kommt noch der Küchenmensch, der unsere Gasplatte repariert. Außerdem müssen wir immer noch denjenigen ausfindig machen, der in unserem Gebäude über Internet verfügt und fragen, ob wir sein Wireless-Netz mitbenützen dürfen (anscheinend ist das hier in Italien üblich).
Dann bis demnächst!
PS: In ca. zwei Wochen findet das Rückspiel von Liverpool gegen Inter Mailand statt (Liverpool hat gestern gewonnen – für die, die das nicht wissen) und wir werden da wahrscheinlich hingehen!!
Mittwoch, 20. Februar 2008
Economic Policy & all u can eat @ Uptown
Montag, 18. Februar 2008
Movie Night @ Mexican’s
Der Abend war also ganz nett und um kurz nach 1 Uhr machten wir uns wieder auf den Heimweg. Wir haben ja heute vorlesungsfrei. :) Morgen geht’s dann los mit Economic Policy.
Sonntag, 17. Februar 2008
Mailand: Shopping & Clubbing
Nachdem der Freitag Abend etwas ruhiger verlief, standen wir heute am Samstag etwas früher auf und fuhren mit dem Zug nach Mailand. Am Bahnhof trafen wir auf vier Holländer und zwei Mexikaner, denen wir uns dann anschlossen. Kleine Anmerkung zu den Mexikanern: Die zwei sind wahre Gentlemen (solche der alten Schule) – Ladies first, Taschen tragen, über die Straße geleiten… Wir fuhren dann weiter mit der U-Bahn zum Piazza Duomo (also dort, wo der Dom steht *g* - den wir unbedingt bei schönerem Wetter einmal erklimmen müssen) und trennten uns dort. Die Mädels gingen shoppen und die Jungs… Keine Ahnung – Autos fotografieren oder so was. Der riesen Einkauf wurde leider nicht daraus, da nicht so viel Zeit war – aber Geschäfte gäbs genug. Um zwei Uhr trafen wir uns dann wieder und gingen gemeinsam essen in so ein Selbstbedienungslokal (es gab eine riesen Portion Risotto agli spinaci um 3,50 – mit riesig meine ich, dass ich nicht einmal die Hälfte aufaß). Danach machten wir uns dann auf den Weg zum Castello Sforzesco (wo gerade Leonardo da Vinci’s „Letztes Abendmahl“ ausgestellt ist). Hinter dem Schloss befindet sich ein wunderschöner Park und außerdem war gerade ein Rummelplatz dort. Natürlich mussten wir mit der Geisterbahn fahren (zu erwähnen wäre, dass alles wirklich nur für kleine Kinder war). Für 2,50 war die Fahrt mehr als schwach und die anfängliche Angst unseres Rudgers (Holländer) erwies sich als überflüssig – habe keinen Geist gesehen und auch ansonsten wars einfach nur dunkel und sonst nix… Anschließend gingen wir noch kurz durch den Park und machten uns dann um halb 5 auf den Heimweg.
Ein wenig später waren wir dann mit den Schwedinnen verabredet – eine Runde UNO vor der Disco war angesagt. Um 20 Uhr kamen sie also bei uns vorbei – leider nur zwei von ihnen, da die dritte keine Lust hatte. Wir mussten uns zum zweiten Mal einen Flaschenöffner ausleihen, diesmal bei einem anderen Nachbarn. :) Aber auch der war wirklich nett und fragte uns gleich, wo wir herkommen. Um 22:15 machten wir uns auf dem Weg zum Bus, welcher natürlich erst um 23:00 losfuhr. Etwas ärgerlich ist die Tatsache, dass die freien Plätze im Bus an Italiener vergeben werden, die billig in eine Mailänder Disco kommen wollen. Ärgerlich deshalb, weil Italiener bekannter Weise wahnsinnig anstrengend sind (ich erinnere an die Malta-Reise). Vor dem Club, der übrigens „The Club“ heißt, stand eine ziemlich lange Schlange an, aber wir VIP’s sind natürlich sofort hineingekommen. *g* Drinnen wars noch ziemlich leer, was sich aber schnell änderte. Der erste Drink war umsonst und alle weiteren kosteten wieder zwischen 10 und 12 Euro. Wir stürmten natürlich gleich wieder die Tanzfläche (ich gezwungener Weise à Gruppenzwang) und blieben da auch für die nächsten 2,5 Stunden. Leider wurde auch hier das Rauchverbot nicht ganz eingehalten und aufgrund von Überfüllung, schlechter Luft, lauter Musik und blinkenden Lichtern war ich dann ganz froh, als wir wieder draußen waren. Nochmals zu erwähnen wären hier die Mexikaner, die auch dieses Mal auf mich aufpassten und so entging ich den lästigen Italienern, die die Angewohnheit haben auf der Tanzfläche einfach immer näher zu kommen (Körperkontakt sei hier auch nicht ausgeschlossen). Aber ein brauchbares Rezept: einfach zwischen die Mexikaner stellen, dann hat man keine Probleme. *g*
Um 3 Uhr fuhren wir also zurück – fast hätte ein Mädel den Bus versäumt (eine Italienerin machte den Busfahrer auf „una ragazza Erasmus, una bionda“ aufmerksam). Wir wollten uns zu 5. auf den Heimweg machen (alle, die nicht am Campus wohnen – Anne, die Mexikaner und wir zwei), als sich uns ein Engländer anschloss, der bereits das zweite Semester hier ist und unbedingt jemand suchte, der mit ihm nach Hause geht, weil er jetzt alleine wohnt. Ich war ja nicht so sehr begeistert, aber wir gingen doch mit. War ziemlich der Reinfall – er wollte uns etwas zu Essen auftischen, allerdings fiel das etwas dürftig aus. Nach kurzem Hin und Her, wie wir uns jetzt nach 10 Minuten wieder aus dem Staub machen können, stand Memo einfach auf und sagte: „I’ve an appointment with my bed now!“ Also sind wir wieder abgehauen – peinliche Situation (ihr hättet dabei sein müssen). Ein „What was that?“ unter viel Gelächter ließ sich nachher nicht vermeiden, aber mir wollte ja keiner glauben. Jedenfalls gings dann ab nach Hause ins Bett.
Und wenn mich mein Weisheitszahn nicht in nächster Zeit umbringt, dann werdet ihr bald wieder von mir hören!
Freitag, 15. Februar 2008
Einkauf am Markt
Ciao ragazzi,
Freut mich, dass euch meine Einträge gefallen. Heute habe ich ja frei und deswegen sind wir am Vormittag auf den Markt in Castellanza gegangen, der hier jeden Freitag Vormittag stattfindet. Hier gibt’s nicht nur Obst, Gemüse, Fleisch, Wurst, Käse, Brot und jede Menge Fisch, sondern auch Kleidung, Taschen, Schuhe etc. So ein Markt besitzt wirklich viel Flair, man kann hier zum Beispiel beobachten, wie sich die älteren italienischen Männer herzlich begrüßen und wie sie miteinander umgehen. Wir haben etwas Obst und Gemüse gekauft und dann haben wir auf einmal einen Stand gesehen, der SCHWARZBROT verkauft (Foto siehe unter Sonstiges). Also nach zwei Wochen wissen wir endlich wo wir solches bekommen können. Man kann ja nicht die ganze Zeit Weißbrot essen. Der Mann bei dem Stand hat übrigens gesagt (und ich zitiere – auf Deutsch): „Ich muss euch ein Kompliment aussprechen, ihr seid wirklich hübsch!“ Ja ok, bei uns bekommt man das nicht so oft zu hören, aber ist auch nicht unbedingt mein Fall. Auf der Straße kommt es übrigens auch öfters vor, dass jemand hinter dir auf einmal anfängt ein Lied zu trällern (le stelle sono belle… oder so ähnlich).
Gut, also danach haben wir uns noch eine SIM-Karte gekauft. Läuft alles etwas anders hier in Italien – wir konnten zum Beispiel keinen Aufladebon kaufen, da das dann anscheinend erst ab morgen geht. Und zum Aktivieren der Karte muss dich irgendjemand mit einer gleichen SIM-Karte für drei Sekunden anrufen. Äußerst logisch… Mein Versuch eine Calling Card zu kaufen, um billiger nach Österreich zu telefonieren, war auch nicht ganz erfolgreich. Die Frau dort hat glaube ich nicht so ganz verstanden, was ich wirklich wollte. Komisch, dabei spreche ich fließend Italienisch. Kommt Zeit, kommt Rat – hoffe ich!
Muss mir jetzt überlegen, was ich mit dem restlichen freien Tag anfange. Vielleicht hört ja irgendwann in absehbarer Zukunft mein Weisheitszahn auf zu schmerzen. Wir werden sehen. Das Wetter wird auch immer besser – nur wärmer wird’s nicht unbedingt!!
Ciao
Mittwoch, 13. Februar 2008
Abendessen auf Österreichisch
Die zweite Woche ist nun schon fast wieder geschafft – von den Kursen her. Nach drei vierstündigen Italian Society Sessions treffen wir uns in diesem Kurs nur noch einmal im April. Die Vorlesung wäre schon interessant gewesen (es ging ja um italienische Geschichte), allerdings war der Lektor etwas unorganisiert und die Vorlesung so etwas unstrukturiert. Aber er hat immer wieder Österreich erwähnt und uns zwei dabei angelächelt und viele italienische Lieder vorgespielt. :) Wir müssen nun, um unsere 4 Credits zu erhalten, vier lange Artikel lesen und kommentieren und ein final paper über irgendein geschichtliches Thema (Italien betreffend) verfassen. Dieses ist dann noch zu präsentieren und das wars dann!
Heute Abend fand unser österreichisches Essen statt. Da eine der Schwedinnen nicht kommen konnte (sie wohnt nämlich in Como bei ihrer Tante – das ist ein bisschen weiter weg), war stattdessen Grace (unsere Chinesin aus Hong Kong – die nächste Woche Österreich unsicher machen wird) dabei. Wir waren also zwei aus Österreich, zwei aus Schweden, eine Chinesin und eine Französin. Das Essen hat ihnen allen wunderbar geschmeckt – zumindest haben sie alles leergefuttert. Wir machten heute auch das erste Mal Bekanntschaft mit unseren direkten Nachbarn. Wir läuteten um sie nach einem Weinöffner zu bitten, da wir sowas natürlich nicht im Haus hatten. Sie war total freundlich und sagte uns gleich, dass sie mit uns einen Mülleimer teilen und wir keine Säcke zu kaufen brauchen, da sie genügend haben. Und da wir ja nur für 4 Monate hier sind… Wirklich total freundlich alle – nur ist es etwas schwer, sich auf Italienisch zu verständigen, aber ein paar Brocken gehen schon. *gg*
Das Erstaunliche an diesem Abend war ja eher die Tatsache, dass man wirklich nichts mitbekommt, wenn man nicht am Campus wohnt. Aber wir haben ja gottseidank unsere Informanten. Aber wirklich schlimm… :) Was man da alles erfährt: wer mit wem (es gibt bereits ein Pärchen unter den Erasmus Leuten) und wen die Rettung ins Krankenhaus bringen musste (zwei nach dem Pizza Dinner) und und und… Ich komme mir vor wie unter einer Bande 16-jähriger, die gerade auf Klassenfahrt sind. Aber es gibt auch ein paar „normale“ Leute hier… *fg*
Also morgen ist Valentinstag und ich bin ganz alleine. *wein* Dafür hab ich nur einen Italienischkurs am Nachmittag und das wars dann für diese Woche. Am Freitag werden wir das erste Mal auf den Markt in Castellanza gehen (Obst und Gemüse kaufen) und ich hoffe, dass ich endlich meine Sim-Karte besorgen kann. Am Samstag werden wir nach Mailand shoppen fahren und außerdem steht wieder ein Disco-Besuch an. Da beginnt nämlich die Fashion-Woche in Mailand – vielleicht „treffen“ wir ja ein paar VIPs. Ob das mit dem Internet hier nochmal was wird, bezweifle ich ja – Italiener sind wirklich langsam. Immer heißt es nur: domani, domani, domani… Wir werden sehen!! Bis dann!
Ps: Leider ist die Anzahl der Fotos von diesem Abend etwas dürftig, aber ich sollte noch welche nachgereicht bekommen!! Zu finden sind sie unter „Sonstiges“!
Montag, 11. Februar 2008
Italian Society
Heute fand die erste meiner Vorlesungen statt. Der Lektor heißt Luca Pes und unterrichtet eigentlich an einer Uni in Venedig. In dem Kurs geht es um die Geschichte Italiens. Er erzählte uns einiges rund um „l’unificazione del stato“. Also wann Italien ein einheitlicher Staat wurde und welche Rolle Österreich dabei spielte… :) Gut, dass er noch nicht weiß, dass Katrin und ich aus Österreich sind. Italien wurde ziemlich unterdrückt von uns… Er spielte uns sogar ein anti-österreichisches Lied vor. *g* Diesen Kurs haben wir 3x in dieser Woche. Anschließend müssen wir vier Artikel lesen und zusammenfassen bzw. kommentieren. Anschließend müssen wir uns ein Thema aussuchen, worüber wir dann unser final paper schreiben müssen. Irgendetwas über Italien, was uns eben interessiert. Das Ganze müssen wir dann am 18. April präsentieren und dann noch irgendetwas über die Diskussion danach verfassen. Außerdem sollten wir regelmäßig den Blog zur Vorlesung besuchen und uns einbringen.
Bis auf den Italienischkurs und eben diesen ist ansonsten diese Woche nicht viel geplant. Am Mittwoch werden Katrin und ich Anne (die Französin) zu uns zum Essen einladen, da sie uns letzte Woche so nett beim Einzug in die Wohnung half. Wir werden etwas typisch Österreichisches kochen, nämlich Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat. Bin gespannt, wie ihr das schmeckt! Es kommen außerdem noch 3 Schwedinnen vorbei - die sind schon total gespannt aufs UNO spielen.
Bis zum nächsten Mal!
Ps: Gerade hat ein Bofrost-Auto vor unserem Haus geparkt. :)
Sonntag, 10. Februar 2008
Ikea und Pizza Dinner
Um 8 Uhr fand dann das Pizza Dinner in einer Pizzeria in der Nähe vom Supermarkt statt. Wir bekamen eine Pizza, ein Getränk und eine Nachspeise und mussten nichts dafür bezahlen. Es war meine erste richtige Pizza hier und da ich ein Pizzarand-Fanatiker bin, war sie für mich genau richtig. Das Dinner war leider nicht sehr gemütlich, da es mehr ein Saufgelage als ein gemütliches Essen war. Die Italiener vom Network haben die ganze Zeit italienische Lieder gegrölt und die verschiedenen Länder aufgefordert zu trinken. Übersetzt hieß das Ganze so viel wie: Wer aus (hier das Land einsetzen) ist, soll aufstehen, sein Glas nehmen und trinken, trinken, trinken… Das lässt sich beliebig oft fortsetzen! Einer der Erasmus-Studenten kommt aus Thailand und heißt Hu *g* - er verträgt wirklich eine Menge. Letztes Mal endete es allerdings damit, dass er den Mülleimer in der Küche des Studentenheims mit dem Klo verwechselte… Die meisten Mädls sind also kurz nach 10 wieder abgedampft, da für einige von uns morgen die erste richtige Vorlesung beginnt – Italian Society von 9 bis 13 Uhr.
Machts gut!!